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Meine Top 5 Hasen

geschrieben von Stephan am 2022-04-17 19:58:16

Jeder kennt ihn: Den Osterhasen! Heute früh hat er wieder bunte Ostereier in allen Gärten versteckt und uns damit ein schönes Osterfest bereitet. Der Osterhase ist aber natürlich nicht der einzige Hase auf der Welt: Auch in zahllosen Serien, Filmen und Spielen kommen die unterschiedlichsten Karnickel vor. Für dieses Special - erstausgestrahlt am Ostersonntag 2022 auf Kibo.FM - habe ich mir einmal überlegt, welches eigentlich meine fünf Lieblings-Hasen sind? Das Ergebnis lest ihr im Folgenden!

Screenshot aus Winnie Puuh
Rabbit in seine Gemüsegarten - doch so viel Ruhe hat er nicht immer! • © Disney, based on the Winnie the Pooh works by A.A. Milne, E.H. Shepard

Platz 5: Rabbit

Ich bin zwar schon lange kein kleines Kind mehr, die Geschichten von Winnie Puuh und seinen Freunden aus dem Hundert-Morgen-Wald mag ich aber bis heute. Mein absoluter Liebling im Hundert-Morgen-Wald ist zwar der springfidele Tigger, doch prinzipiell mag ich sie eigentlich alle - so auch das altkluge Kaninchen Rabbit.

Die Geschichten von Winnie Puuh schrieb der Engländer Alan Alexander Milne in den 1920er Jahren als Gute-Nacht-Geschichten für seinen Sohn Christopher Robin - die Hauptfiguren wurden die Plüschtiere des Jungen ... zumindest weitgehend, mit einer Ausnahme! Denn speziell Rabbit entstammt nicht Christopher Robins Spielzeug, sondern basiert auf den echten Hasen in Ashdown Forest, wo Christopher Robin damals gern gespielt hat.

Rabbit ist zwar grundsätzlich herzensgut, aber doch etwas besserwisserisch und belehrt die anderen Charaktere gerne. Vor allem möchte Rabbit gern einfach nur ein ruhiges Leben führen, so dass er die anderen oft kritisiert, wenn sie etwas zu wild herum tollen. Auf diese Weise gerät Rabbit auch einmal mit Tigger aneinander und verbietet ihm das Herumspringen - zu sehen in dem Kurzfilm Winnie Puuh und Tigger dazu, welcher damals meine allererste Begegnung mit Winnie Puuh war. Doch auch mit Winnie Puuh selbst hatte Rabbit einmal seine liebe Not: Der Teddybär hatte sich nämlich selbst zum Essen beim Rabbit eingeladen, doch nachdem er sich den Wanst vollgeschlagen hatte und wieder gehen wollte, blieb er prompt im Eingang des Kaninchenbaus stecken. Da war guter Rat teuer!

Screenshot aus Super Mario Odyssey
Miese Mümmelmänner vom Mond: Die Broodals • © Nintendo

Platz 4: Broodals

Super Mario Odyssey für die Nintendo Switch war 2018 das letzte wirklich neue Mario-Abenteuer - danach folgten nur noch einige Remakes, Sportspiele oder auch der Level-Editor Super Mario Maker 2, was natürlich alles sehr gute Spiele sind, nur eben kein neues Haupt-Abenteuer. Super Mario Odyssey war als bislang letzter Vertreter sein Art aber wirklich ein Meisterwerk! In zahlreichen spannend designten weitläufigen Welten muss Mario mehrere hundert Power-Monde einsammeln, nur um letzten Endes die Hochzeit zwischen Peach und Bowser verhindern zu können. Dabei passt aus spielerisch Sicht eigentlich alles - wer eine Switch besitzt und dieses Spiel noch nicht gespielt hat, ist wirklich selber Schuld!

Zu Bowsers Handlangern in Super Mario Odyssey zählen die so genannten Broodals, die hier ihren ersten und bislang einzigen Auftritt hatten. Die Broodals sind eine Truppe von fünf weißen Hasen, die sich zwar übertrieben elegant kleiden, aber abgrundtief böse sind. Mehrmals im Spielverlauf stellen sie sich entweder allein oder sogar als Team dem Klempner entgegen. Während die Jungs Mario meist mit wirbelnden Hüten attackieren, setzt das Familienoberhaupt Madame Brood ihr auf Hochglanz poliertes goldenes Ketten-Schoßhündchen ein. Zum Schluss hin bauen die Broodals sogar einen gewaltigen Roboter-Hasen, den so genannten RoboBrood. Heimisch sind die Broodals übrigens auf der dunklen Seite des Mondes - das ist eine Anspielung auf die in Japan bekannte Legende vom Hasen im Mond.

Screenshot aus Alice im Wunderland
Das Große Weiße Kaninchen hat exklusiv im Anime noch einen kleinen Neffen: Benny Bunny • © Nippon Animation Co.

Platz 3: Benny Bunny

Der britische Kinderbuch-Klassiker Alice im Wunderland ist voll von Hasen. So gibt es etwa das Große Weiße Kaninchen, dem Alice durch das Kaninchenloch folgt und so überhaupt erst ins Wunderland gelangt. Später stolpert Alice auch über die total verrückte Nicht-Geburtstagsfeier von Hutmacher und Märzhase.

Meine persönlich erste Begegnung mit Alice im Wunderland war Ende der 80er Jahre mit der Animeserie - wenngleich ich damals freilich noch nicht wusste, was ein Anime ist, damals war es einfach nur eine Zeichentrickserie! Fushigi no Kuni no Arisu entstand 1983 in 52 Folgen bei Nippon Animation - deutsche Erstausstrahlung war ab Herbst 1984 im ZDF. Die Serie interpretiert das originale Buch allerdings eher frei: Ein paar wichtige Eckpunkte der Handlung werden zwar auch in die Serie integriert, doch hauptsächlich erzählt die Serie mehrere in sich abgeschlossene neue Geschichte mit den bekannten Figuren. Dazu zählt auch, dass Alice im Buch lange durch das Wunderland irrt und den Heimweg sucht, während sie in der Serie am Ende jeder Folge wieder nach Hause kommt - nur um dann in der nächsten Folge erneut im Wunderland zu landen, um ein ganz anderes Abenteuer zu erleben.

Exklusiv in der Animeserie gibt es - zusätzlich zum Großen Weißen Kaninchen und dem Märzhasen - auch das kleine Kaninchen Benny Bunny. Dieses ist ein Haustier von Alice, stammt aber auch selbst aus dem Wunderland, denn es ist der Neffe des Großen Weißen Kaninchens. Benny Bunny begleitet Alice auf Schritt und Tritt und ist quasi ihr Sidekick. In der realen Welt verhält sich Benny Bunny wie ein normales Kaninchen und kann auch nicht sprechen. Wenn Alice und Benny Bunny allerdings im Wunderland unterwegs sind, dann trägt er plötzlich eine rote Latzhose, geht auf zwei Beinen und kann sehr wohl sprechen. Benny Bunny würde seine Alice zwar niemals im Stich lassen, ist aber vor allem doch eines: Ein regelrechter Angsthase!

Weil Alice im Wunderland damals mein allererster Anime war, hat die Serie bis heute einen festen Platz in meinen Herzen behalten, und deswegen mag ich auch Benny Bunny besonders gern. Trotzdem gefällt mir selbstverständlich auch der Disney-Film.

Screenshot aus Presto
Kleines Häschen mit Riesen-Hunger: Alec Azam • © Pixar

Platz 2: Alec Azam

Presto ist vielleicht nicht der bekannteste Film aus dem Hause Pixar, aber einer der witzigsten. Der Kurzfilm ist nur gut 5 Minuten lang und lief 2008 als Vorfilm zu Wall-E im Kino. Im Jahr 2009 wurde Presto sogar für den Oscar als bester animierter Kurzfilm nominiert, verlor aber letztlich gegen den 12-minütigen Anime-Kurzfilm Tsumiki no Ie.

Presto handelt von dem gleichnamigen Zauberkünstler, der gemeinsam mit seinem weißen Kaninchen Alec Azam auftritt - zumindest hat er das vor! Er will das Kaninchen aus dem Hut zaubern, nur dummerweise hat er in der Eile vergessen, das Karnickel zu füttern. Um auf seine Weise auf seinen Hunger aufmerksam zu machen, sabotiert Alec Azam daher auf die irrsten Methoden Prestos Show, und wir als Zuschauer haben kräftig was zu lachen. Die Lage spitzt sich allerdings zu, und plötzlich findet sich Presto in einer lebensgefährlichen Situation wieder. Nach kurzer Bedenkzeit greift das Karnickel aber beherzt ein und rettet den Zauberkünstler vor den Augen aller Zuschauer. Das Publikum ist begeistert, und Alec Azam darf sich nun auch endlich über eine saftige Mohrrübe freuen.

Screenshot aus Pokémon
Mein größter (und einziger) Favorit aus der 8. Pokémon-Generation: Hopplo • © Nintendo, Creatures Inc., GAME FREAK inc.

Platz 1: Hopplo

Mein Lieblingshase ist ein Pokémon - und zwar ausgerechnet ein Pokémon aus der 8. Generation, die mir ansonsten in ihrer Gesamtheit so überhaupt nicht zusagt, aber Hopplo ist einfach unglaublich niedlich!

Hopplo ist der Feuer-Starter der Galar-Region, ein feuriges kleines Häschen. Es wirkt schon auf den ersten Blick sehr gut durchtrainiert und kann auch wirklich schnell laufen, wobei es hinter sich öfters mal ein paar brennende Fußabdrücke hinterlässt. Auf Level 16 entwickelt sich Hopplo zu Kickerlo, auf Level 35 dann zu Liberlo, die beide begnadete Fußballspieler sind und mich als Fußball-Anti-Fan daher nicht so sehr ansprechen - aber das kleine Hopplo ist ohnehin viel niedlicher!

Hopplos Name setzt sich zusammen aus "hoppeln" und "Lohe", was ein veraltetes Wort für "Flamme" ist. Im japanischen Original trägt Hopplo den Namen Hibanny, eine Kombination des japanischen "hi" für "Feuer" mit dem englischen "bunny" für "Kaninchen". Und das "bunny" steckt auch im englischen Namen Scorbunny: "to scorch" für "verbrennen" und eben "bunny".

Pokémon Schwert & Schild, die Haupt-Editionen der 8. Generation, habe ich zwar nur sehr halbherzig gespielt, weswegen auch mein kleines Hopplo niemals zu einem unbesiegbaren Champion heranwachsen durfte wie einstmals mein stolzes Bisaflor aus der Blauen Edition. Doch auch im Anime kam Hopplo zu Ehren, denn es ist der wichtigste Begleiter von Ashs Freund Goh in Pokémon Reisen, der mit Abstand besten Staffel seit 15 Jahren. Genau wie damals Endivie entwickelt sich aber leider auch Hopplo irgendwann weiter und büßt dadurch seine Niedlichkeit ein - ach Mensch, da haben die Drehbuch-Autoren doch glatt zum zweiten Mal den gleichen Fehler gemacht!

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Erstellt am 11.01.2021 • Letzte Änderung: 12.01.2021 • ImpressumDatenschutzCookie-EinstellungenNach oben