ZELDA - OCARINA OF TIME

Das Spotlight on Game ist heute zum kleinen Teil auf ein Spotlight on Manga, denn die Veröffentlichung des Mangas ist der Grund, warum wir euch das Spiel heute vorstellen. Eigentlich wollten wir euch das Spiel schon vorstellen, als vor einem viertel Jahr der erste Band erschienen ist, aber das hat sich damals irgendwie noch nicht ergeben. Jetzt ist der zweite Band heraus gekommen, und spätestens jetzt ist auch das Spiel dazu an der Reihe!
Wir reden von "Zelda - Ocarina of Time", dem fünften Teil der Zelda-Reihe und dem ersten für das Nintendo 64. Ausserdem war es das erste Zelda-Spiel in 3D, nachdem man alle voran gegangenen Zelda-Spiel nur aus der 2D-Draufsicht geniessen konnte.
Auch in der Chronologie der Storyline reiht sich "Ocarina of Time" sehr weit vorne ein. Link ist noch ein Kind und lebt im Dorf der Kokiri. Dort wird es von vielen nicht ernst genommen, weil er als einziger keine Fee besitzt - wie auch, wo er doch gar kein richtiger Kokiri ist? Eines Tages taucht jedoch die kleine Fee Navi bei Link auf und bittet ihn, zum weisen alten Deku-Baum zu kommen. Dieser braucht nämlich Links Hilfe: Das Spinnen-Monster Gohma ist ins Innere des Deku-Baums eingedrungen und droht, ihn zu vernichten. Link betritt also ebenfalls den riesigen Deku-Baum, findet Gohma und macht ihn unschädlich - aber leider zu spät, der Deku-Baum ist schon zu sehr geschwächt und wird unvermeidbar sterben. Mit letzter Kraft vertraut er aber Link sein Geheimnis an: Er ist der Hüter von einem der drei Heiligen Steine, und dieser war es, den Gohma holen wollte. Nun soll Link den Heiligen Stein an sich nehmen und auch die anderen beiden Steine suchen, mit deren gemeinsamer Kraft sich ein geheimnisvolles Portal in der Zitalle der Zeit öffnen lässt.
Link macht sich also auf den Weg, doch das Suchen der drei Heiligen Steine ist nur die Vorgeschichte, denn richtig los geht es erst, als Link die Steine alle zusammen hat. Es folgt dann eine unerwartete Wendung der Geschichte, von der wir jetzt aber nicht zu viel verraten wollen, sondern nur das Stichwort "Zeitreise" in den Raum werfen. ;-)
Die Namen-gebende "Ocarina of Time" ist dabei neben dem Schwert Links wichtigster Ausrüstungsgegenstand im Spiel. Im Lauf des Spiels lernt ihr verschiedene Melodien, die ihr dann auf der Flöte nachspielen könnt und die daraufhin ein bestimmtes Ereignis auslösen. Viele der Melodien dienen als Teleport innerhalb der Spielwelt, andere Lieder können aber auch das Wetter ändern oder Links Pferd Epona herbei rufen. Denn "Ocarina of Time" ist auch das erste Zelda-Spiel, in dem Link reiten kann - obwohl Miyamoto das eigentlich schon von Anfang an umsetzen wollte, aber erst auf dem Nintendo 64 hatte er endlich die technische Möglichkeit dazu. Jedenfalls lernt Link seinen späteren Freund Epona auf der Lon Lon Ranch kennen. Dort ist Epona allerdings noch ein Fohlen und viel zu klein, um auf ihm zu reiten. Sieben Jahre später allerdings ... oh, wir verraten schon wieder zu viel! ^^
Da der Nintendo 64 Controller über vier gelbe C-Knöpfe verfügt, werden diese natürlich auch alle genutzt. Drei der C-Knöpfe könnt ihr mit verschiedenen Items belegen, um schnellen Zugriff auf sie zu haben. Der vierte C-Knopf dient der Kommunikation mit Navi, wobei die auch ein Kapitel für sich ist. Ihren Namen hat Navi von "Navigation", denn genau das ist ihre Aufgabe: Sie sollen dem herum irrenden Spieler Tipps geben, wo sich sein nächstes Ziel befinden könnte. Allerdings fühlten sich viele Spieler doch ziemlich genervt von der kleinen Fee. Was auch teilweise verständlich ist. Denn wenn man sich z.B. mit vollstem Bewusstsein noch ein wenig in Kakariko die Zeit tot schlägt, um entlaufene Hühner einzusammeln, dann kann man es irgendwann nicht mehr gebrauchen, dass Navi einem ständig erzählten, man solle sich mal den Todesberg näher ansehen.
"Zelda - Ocarina of Time" erschien fast zeitgleich in allen Ländern der Welt: Am 21. November 1998 in Japan, nur zwei Tage später am 23. November in den USA und dann schliesslich am 11. Dezember bei uns. Für den Gamecube erschien dann mehrmals eine Neuauflage. Zum einen war das Spiel ein Bestandteil der "Zelda Collector's Edition", die Ende 2003 im Bundle mit "Mario Kart Double Dash" erschien und die ansonsten noch die beiden NES-Zeldas und den direkten Nachfolger "Majora's Mask" enthält. Ausserdem erschien am 3. Mai 2003 eine limitierte Auflage von "Zelda - The Wind Waker", die als Bonus-Disk noch "Ocarina of Time - Master Quest" enthält. Das ist eigentlich das gleiche Spiel, allerdings wurden die Dungeons umgebaut und sind nun etwas schwieriger. Beide Zelda-Discs - sowohl die Collector's Edition als auch Master Quest - waren auch im Sterne-Katalog erhältlich. Ausserdem erschien "Ocarina of Time" am 23. Februar 2007 für die Virtual Console.
Und da wir vorhin etwas von wegen Spotlight on Manga gesagt haben, noch ein paar Worte dazu. Denn die komplette Geschichte des Spiels wurde von Akira Himekawa in zwei Manga-Bänden verewigt. Im Prinzip ist die Story dabei sehr gut nach erzählt, mit eindrucksvollen Zeichnungen und ein paar netten Gags. Lediglich in den Dungeons geht es teilweise etwas arg husch-husch zur Sache, da diese teilweise auf nur einer einzigen Doppelseite komplett abgehandelt werden. Trotzdem sind die Mangas natürlich ein absoluter Lese-Tipp für jeden Zelda- oder Fantasy-Fan, und wir können uns bei Tokyopop bedanken, dass wir endlich auch auf deutsch in ihren Genuss kommen, wenn auch mit neun Jahren Verspätung im Vergleich zum japanischen Release. Übrigens hat Akira Himekawa auch viele andere Zelda-Spiele als Manga umgesetzt, die voraussichtlich ebenfalls bei Tokyopop auf deutsch erschienen werden, ausserdem hat Himekawa an einigen Bänden von "Astro Boy" mit gearbeitet.
Fazit: In diesem Spiel könnt ihr Link die Flötentöne beibringen!


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