ZELDA - FOUR SWORDS

Nach "Excitebike" und "Pokédex 3D" ist seit 28. September der dritte Gratis-Titel im Nintendo eShop zu kriegen: "Zelda: Four Swords - Anniversary Edition" für den Nintendo 3DS und Nintendo DSi soll das 25-jährige Jubiläum der Zelda-Reihe feiern, und das gelingt dem Spiel auch sehr gut.
Eigentlich erschien das Spiel schon einmal, und zwar am 28. März 2003 als Beigabe zu der GBA-Neuauflage des Super Nintendo Klassikers "Zelda - A Link to the Past". Damals auf dem Gameboy Advance konnte man das Spiel allerdings ausschliesslich mit mehreren Spielern zocken - jetzt wurde auch ein Einzelspieler-Modus integriert!
Die Story beginnt damit, dass wieder einmal Prinzessin Zelda entführt wurde, und zwar diesmal von Vaati, dem Zauberer des Windes, der in "Four Swords" sein Debut feierte und später auch die böse Hauptrolle in "The Minish Cap" übernehmen durfte. Link macht sich auf den Weg, um Zelda zu befreien. Dazu sucht und findet er zunächst einmal das legendäre Schwert der Vier, um eine brauchbare Waffe zu haben. Als er das Schwert allerdings berührt, spaltet er sich in vier verschiedene Links. Nun, was soll's? Zu viert ist man stärker, also auf geht's!
Zunächst stehen euch drei Gebiete bevor: Das Meer der Blätte, die Talus-Höhle und der Todesberg. In jedem der Gebiete müsst ihr zwei zufällig ausgewählte von mehreren möglichen Dungeons durchstreifen und am Ende schliesslich einen Endboss besiegen. Habt ihr das geschafft und zusätzlich unterwegs genug Rubine gesammelt, dann erhaltet ihr einen Schlüssel - und mit allen drei Schlüsseln erhaltet ihr schliesslich Zugang zu Vaatis Palast der Winde. Dabei klingt die Sache mit den Rubinen eigentlich ganz einfach, zumal Rubine in Massen in den Dungeons zu finden. Genauso wimmelt es aber auch von Gegnern, die euch Rubine stehlen, und vor allem müsst ihr nach einem Heldentod die Wiederbelebung mit Rubinen bezahlen. Beim ersten Mal ist der Preis mit 50 Rubinen noch recht human, aber jedes weitere Game Over treibt den Preis in die Höhe - wer also oft stirbt, ist schnell arm wie eine Kirchenmaus! Und sterben kann schnell gehen, wenn man z.B. eine bestimmte Gegner-Taktik nicht schnell genug durchschaut.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Zelda-Spielen gibt es bei "Four Swords" kein Inventar. Jeder Link kann nur ein Item gleichzeitig mit sich herum tragen. Findet ihr ein neues, das ihr mitnehmen wollt, dann müsst ihr das alte an Ort und Stelle ablegen - dort bleibt es dann aber auch liegen und kann bei Bedarf jederzeit wieder abgeholt werden. Sinn des Spiels ist es nun, die richtigen Items mitzunehmen und eure Links geschickt zusammen arbeiten zu lassen, damit sie alle das Ziel erreichen. Dabei könnt ihr mit bis zu drei Mitspielern zocken, jeder übernimmt dann einen Link. Schade nur, dass es keinen Online-Modus gibt, ihr müsst euch zum Multiplayern also persönlich treffen. Spielt ihr hingegen allein, steuert ihr zwei Links gleichzeitig, den einen in grün, den anderen wahlweise in blau, rot oder lila. Per Tastendruck könnt ihr zwischen euren beiden Links hin und her wechseln und so entscheiden, wer gerade eine Aktion ausführen soll. Der andere Link kann entweder erstmal irgendwo sitzen bleiben oder euch einfach hinterher rennen - je nachdem, was ihr als sinnvoller anseht. Tatsache ist jedenfalls, dass ein Link alleine in den Dungeons keine Chance hätte, ihr müsst mindestens zu zweit sein. Beispielsweise kommt es oft vor, dass ihr euren Teampartner hochheben und über einen Abgrund werfen müsst, damit dieser auf der anderen Seite einen Schalter drücken kann, der dann eine Brücke entstehen lässt.
Ein besonderes Schmankerl für Zelda-Fans ist schliesslich der Palast der Erinnerungen - dieser ist neu in der Anniverary Edition, auf dem GBA gab es ihn noch nicht. Der Palast wird zugänglich, nachdem ihr Vaati besiegt habt. Viel kann man über der Palast der Erinnerungen nicht sage, ohne euch die Überraschung zu nehmen, daher nur so viel: Wenn ihr die alten Zelda-Klassiker mögt, dann werdet ihr den Palast der Erinnerungen lieben!
Bleibt noch zu sagen, dass es auch einen Manga zu "Four Swords" gibt. Dieser wurde, wie auch die anderen Zelda-Mangas, von Akira Himekawa gezeichnet und erschien auf deutsch Ende 2010 bei Tokyopop. Der Manga füllt insgesamt rund 300 Seiten in zwei Bänden und baut die Geschichte des Spiels kräftig aus. Es wird nicht nur ausführlich beschrieben, wie Link vervierfacht wird, sondern die vier Links haben auch alle gänzlich unterschiedliche Charakter-Züge, die sie erstmal irgendwie unter eine Heldenmütze bringen müssen. Der Preis beträgt 6,50 Euro pro Band, und damit machen Freunde von Fantasy-Mangas absolut nichts verkehrt!
Und auch eine Fortsetzung zu "Four Swords" gibt es, und zwar "Four Swords Adventure" für den Gamecube, das am 18. März 2004 in Japan und am 7. Januar 2005 endlich auch in Europa erschien. Das Spielprinzip ähnelt dem des GBA-Spiels sehr - und eine Besonderheit ist die Tatsache, dass man einen Gameboy Advance als Controller anschliessen kann, um zusätzliche Funktionen zu erhalten. Hmmm ... war das damals dann nicht sogar ein erster Prototyp des Wii U Prinzips, wenn man da mal genauer drüber nachdenkt?
Wie auch immer: Der Download von "Zelda: Four Swords - Anniversary Edition" lohnt sich allemal. Noch bis zum 20. Februar 2012 habt ihr die Möglichkeit, euch das kleine Abenteuer kostenlos auf euren 3DS oder DSi zu holen. Nutzt die Zeit und streift zu viert durch Hyrule!
Fazit: May the TriFOURce be with you!


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