SUPER MARIO 64

Jubiläum! Ihr hört jetzt die 64. Folge von "Spotlight on Game"! Also was läge näher, als heute ein grosses Nintendo 64 Spiel vorzustellen? Und da wir auch letzte Woche schon einen Mario-Klassiker hatten, machen wir damit jetzt einfach direkt weiter: "Super Mario 64"
So wie "Super Mario World" ein Launch-Titel für der Super Nintendo war, so war "Super Mario 64" ein Launch-Titel für das Nintendo 64. Es erschien am gleichen Tag wie die Konsole, also am 23. Juni 1996 in Japan, am 29. September 1996 in den USA und bei uns dann offiziell am 1. März 1997, aber die meisten Läden führten Gerät und Spiel schon ab 27. Februar. Diesmal gab es Konsole und Spiel übrigens nicht zusammen im "Zwangs-Doppel-Paket", sondern ihr musstet beides separat erwerben, und Kunden, die Mario nicht mögen, war es freigestellt, stattdessen lieber zu "Pilotwings 64", dem zweiten Launch-Titel, zu greifen.
Die Werbung sprach damals, wir zitieren wörtlich, von einer "völligen neuen Freiheit des Videospielens", und das war nicht gelogen, denn bisher war man es gewohnt, dass Mario nur stur von links nach rechts über den Bildschirm laufen konnte. Nun war es möglich, den kleinen Klempner mit Hilfe des 3D-Sticks in alle Himmelsrichtungen zu bewegen: Vorne, hinten, rechts, links und alles, was noch dazwischen liegt!
Aber bevor wir hier nur von der Steuerung schwärmen, erstmal zur Story: Mario freut sich, denn er hat eine Einladung von Peach bekommen, er möchte doch bitte zum Kaffeetrinken in ihr Schloss kommen. Wow, er ist zu Hofe geladen, das lässt sich Mario natürlich nicht zweimal sagen! Als der Klempner aber das Schloss betritt, begrüsst ihn eine wohl bekannte Stimme: Bowser verkündet, dass er Peach entführt hat. Die Sache ist klar: Mario muss sich seinen Kuchen also erstmal durch die Befreiung der Prinzessin verdienen! ^^
Peach hat in ihrem Palast zwar erstaunlich wenige Möbel rum stehen, davor hängen aber sehr, sehr viele Gemälde an den Wänden, und die sind der Schlüssel, im wahrsten Sinne des Wortes. Diverse Türen des Schlosses sind nämlich magisch versiegelt, aber die Kraft der Power-Sterne kann den Zauber lösen und die Türen öffnen. Besagte Power-Sterne befinden sich in den Welten, die auf den Gemälden zu sehen sind, also springt Mario in die Bilder rein und holt die Sterne ganz einfach ab! Ein Bild entspricht dabei in etwa einem Level, aber es gibt keine Level-Ausgänge im herkömmlichen Stil mehr. Stattdessen sind in jedem Bild sechs Power-Sterne versteckt, einen siebten gibt es für das Sammeln von 100 Münzen. Zwar gibt ein Aufgaben-Titel einen groben Überblick darüber, wo einer der Sterne in etwa sein könnte, aber wenn ihr zuerst einen völlig anderen Power-Stern findet und berührt, dann ist das auch okay, denn eine feste Reihenfolge gibt es nicht. Genauso wenig müsst ihr jedes Gemälde komplett abgrasen und alle sieben Sterne sammeln. Insgesamt sind nur 70 der insgesamt 120 Power-Sterne nötig, um zum finalen Bowser-Duell anzutreten, aber aus welchen Gemälden diese 70 Sterne stammen, ist egal. Die Anzahl zählt, nicht der Fundort, also wenn euch ein Stern zu schwer ist, dann lasst ihr liegen und springt in ein anderes Bild!
Nicht nur das Spielprinzip hat sich verändert, auch die Steuerung. Natürlich, Mario kann wie gehabt laufen und springen, aber neu ist z.B. sein Dreifach-Sprung: Ihr müsst immer sofort wieder abspringen, nachdem Mario gerade auf dem Boden gelandet ist, dann vollführt Mario beim dritten Mal einen Salto, durch den er auch weite Abgründe überwinden und höher gelegene Plattformen erreichen kann. Sollte er trotzdem einmal nicht ganz reichen, um mit beiden Füssen wieder fest auf dem Boden zu landen, dann nimmt Mario eben die Hände zur Hilfe, hält sich an der Plattform fest und zieht sich unter allergrösster Kraft nach oben (spätestens hier wird sich Mario wünschen, er hätte nicht immer so viel Pasta gegessen). Apropos Hände: Die werden jetzt auch zur Allzweck-Waffe, denn die meisten Gegner lassen sich jetzt nicht mehr nur durch einen Sprung auf den Kopf besiegen, sondern optional auch durch einen Faustschlag ins Gesicht. Und bei Bowser ist es sogar so, dass ihr ihn am Schwanz packen und herum schleudern müsst!
Die klassischen ?-Boxen gibt es nicht mehr, stattdessen aber grüne, blaue und rote !-Boxen, aus denen je nach Farbe eine entsprechende Kappe kommt. Die Flug-Kappe verleiht Mario die Fähigkeit, zu fliegen - dazu verwendet der Klempner wohl wirklich in jedem Spiel ein anderes Item! Die fast durchsichtige Tarn-Kappe macht Mario unsichtbar und unverwundbar, und zudem kann der Klempner mit ihrer Hilfe durch bestimmte Wände hindurch spazieren. Und die Metall-Kappe kennt ihr ja sicher aus "Super Mario Bros.", sie macht euch deutlich schwerer und robuster. Nur leider hält die Wirkung der Kappen nicht allzu lange an ...
Wir könnten uns jetzt natürlich stundenlang über das Spiel auslassen und über die Details von jedem einzelnen Level philosophieren, aber damit fangen wir jetzt lieber gar nicht erst an! ^^
Stattdessen sei euch lieber ans Herz gelegt, das Spiel einfach mal selbst auszuprobieren. Für die Virtual Console ist der Title nämlich von Anfang an, also seit 8. Dezember 2006, erhältlich. Ausserdem gibt es eine Umsetzung für den Nintendo DS unter dem Titel "Super Mario 64 DS", die übrigens auch ein Launch-Titel war und somit am 11. März 2005 erschien. Hier gibt es aber sogar ein paar Sterne mehr, nämlich 150 statt 120. Und ausserdem könnt ihr Luigi, Yoshi und Wario als zusätzliche Spielfiguren freischalten. Und dann sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass das Spiel im November 2003 auch für den iQue erschien, das ist eine etwas abgespeckte Variante des Nintendo 64, die nur in China auf den Markt kam. Das richtige Nintendo 64 hätte man dort nämlich nicht anbieten können, weil es sich kaum jemand leisten könnte.
Ach ja, und lange Zeit war auch ein Nachfolger unter dem Titel "Super Mario 128" im Gespräch, daraus wurde dann letzten Endes aber irgendwie doch nichts ...
Fazit: "It's a me, Mario!" "Hmmm, Spaghetti, hmmm, Ravioli, hmmm, Mama Mia!" "Auwauwauwauwauwauwau!" "Thanks you so much for to playing my Game!" "See you next Time!"
(Diese ganzen Sätze hat im Spiel übrigens Charles Martinet gesprochen! ^^)


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