SUDOKU

Unser heutiges Spotlight-Spiel ist eigentlich weniger ein Spiel, sondern vielmehr ein Rätsel - wenngleich dieses Rätsel schon unzählige Male zu einem Nintendo-Spiel umgesetzt wurde. Es handelt sich um eins der bekanntesten Rätsel der heutigen Zeit und wird oft auch als "japanisches Rätsel" bezeichnet, obwohl es ursprünglich gar nicht aus Japan kommt. Die Rede ist von Sudoku.
Erfunden wurde das Sudoku von dem Amerikaner Howard Garns, und das erste Sudoku wurde 1979 unter dem Titel "Number Place" veröffentlicht. Ab 1986 begannt das Rätsel, sich in Japan zu verbreiten, und dort enthielt es seinen heutigen Namen Sudoku. Das ist die Abkürzung für "Suji wa dokushin ni kagiru", was übersetzt bedeutet: "Es ist am besten, wenn die Zahl alleine steht".
Ein Standart-Sudoku besteht aus 9 x 9 Feldern - es gibt aber auch kleinere mit niedrigerem Schwierigkeitsgrad bzw. grössere mit höherem Schwierigkeitsgrad. Ziel des Spiels ist es, die Zahlen von 1 bis 9 in die Felder einzutragen, wobei jedoch in keiner Zeile und in keiner Spalte eine Zahl doppelt vorkommen darf. Ausserdem lässt sich so ein 9x9-Quadrat in neun kleinere 3x3-Quadrate aufteilen, und als zusätzliche Schwierigkeit darf auch in jedem kleinen 3x3-Quadrat jede Zahl nur einmal auftauchen. Je nach Schwierigkeitsgrad sind mehr oder weniger Zahlen vorgegeben - wobei übrigens nicht nur die Anzahl der vorgegebenen Zahlen, sondern auch deren Position Einfluss darauf hat, wie schwierig ein Sudoku wirklich ist. Klar ist aber, dass grundsätzlich jedes Sudoku allein durch logisches Ausschlussverfahren lösbar sein sollte - das haben aber leider noch nicht alle Sudoku-Verlage verstanden, und bauen in ihren schwierigeren Rätseln teilweise Stellen ein, an denen man nur noch weiter kommt, indem man sich durch blindes Raten für eine von mehreren Alternativen entscheidet. Trifft man die falsche Wahl, hat man ein Problem, weil man dann fleissig radieren darf - oder eben Felder löschen, wenn man ein virtuelles Sudoku am Bildschirm löst.
Und damit sind wir auch schon beim Thema: Nintendo-Spiele mit Sudoku-Bezug! Davon gibt es nämlich unzählige - quer durch alle Qualitäten, und teilweise mit diversen Variationen angereichert. In Deutschland begann das Sudoku Fuss zu fassen, als die Hamburger Morgenpost ab 2005 die ersten Rätsel abdruckt. Viele andere Zeitungen folgten, und dann kamen auch recht schnell die ersten Videospiele. Im Mai 2006 erschien beispielsweise "Dr. Sudoku" für den Gameboy Advance. Ende 2006 kamen im Abstand von nur zwei Wochen die ersten beiden DS-Spiele: "Sudoku Masters" von Nintendo selbst sowie "Sudokumaniacs" von Atari. Im Oktober 2007 erschien mit "Toon-Doku" ein ungewöhnlicher Ableger, indem man keine Zahlen, sondern lustige Comic-Bildchen in die Felder einfügt. Auch in dem berühmten Denkspiel "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging" ist eine Sudoku-Option enthalten. Die Sudoku-Variationen im DSi-Shop lassen sich kaum noch überblicken, und sogar die erste 3DS-Variante ist schon erhältlich: "Sudoku - The Puzzle Game Collection" von Konami. Prinzipiell unterscheiden sich all diese Spiele aber nicht allzu sehr. Klar gibt es Unterschiede in der Bedienbarkeit und in der Anzahl der enthaltenen Rätsel, aber prinzipiell gilt: Kennst du eins, kennst du alle. Es ist also mehr oder weniger egal, welches Sudoku-Spiel ihr euch kauft bzw. ob ihr euch überhaupt eins kauft, oder ob ihr lieber zum klassischen Sudoku-Rätselheft auf Papier greift.
Übrigens heisst die japanische Zeitschrift, die damals die ersten Sudokus abdruckte, "Nikoli". Diese ist generell ein beliebtes japanisches Rätselheft. Der Verlag liess sich den Namen "Sudoku" dann auch rechtlich schützen, weswegen andere japanische Rätselverlage oft den englischen Namen "Number Place" verwenden oder diesen auch wieder abkürzen, und zwar als "Nanpure". In die westliche Welt kam das Sudoku durch den Neuseeländer Wayne Gould. Er lernte während einer Japan-Reise das Rätsel kennen und entwickelte daraufhin in sechs Jahren Arbeit ein Computer-Programm, das zufällige Sudokus generieren kann. Dieses verkaufte er der Londoner Times, die mit dem Abdruck der Rätsel begann und es so in Europa etablierte.
Fazit: Es ist am besten, wenn die Zahl alleine steht.


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