SIM CITY

"Sim City" gehört zum Genre der Aufbausimulationen, das heisst, der Spieler muss versuchen, etwas aufzubauen, dabei mit seinen Ressourcen zurecht zu kommen und sein Volk zufrieden zu stellen. Im Falle von "Sim City" ist das, was aufgebaut werden muss, eine Stadt, und das Volk sind die Einwohner. Ihr beginnt auf einer freien Fläche und habt je nach Schwierigkeitsgrad zwischen 5.000 und 20.000 Dollar zur Verfügung. Mit diesem knappen Geld gilt es nun, ein Kraftwerk für die Stromversorgung und dann erste Häuser und Strassen zu errichten. Auch auf eine funktionierende Infrastruktur mit Strassen und Eisenbahnlinien will geachtet werden. Später verlangen die Einwohner solch kostspieligen Einrichtungen wie Flughäfen und Fussballstadien, die ihr euch vom Munde absparen müsst, wenn ihr nicht zusehen wollt, wie die ungeduldigen Bürger ihre Koffer packen und die Nachbarstadt umziehen. Nebenbei dürft ihr natürlich nicht vergessen, auf Sicherheit und Sauberkeit zu achten: Wo sich ein Wolkenkratzer gut machen würde, um die Einwohnerzahl zu erhöhen, solltet ihr vielleicht lieber einen Park anlegen, um die stickige Luft des angrenzenden Industriegebiets zu filtern. Alle paar Strassenecken sollte ein Polizeistation stehen, um die Kriminalitätsrate zu senken, und hier und da eine Feuerwache zu haben, ist auch nicht falsch, wenn es zum Ernstfall kommt - und es WIRD zum Ernstfall kommen!
Erfunden wurde "Sim City" von Will Wright, die erste Version wurde von der Firma Maxis 1989 für PC, Amiga und C64 veröffentlicht. Im August 1991 in den USA bzw. am 24. September 1992 bei uns folgte dann eine Umsetzung für das Super Nintendo, die zwar noch sehr deutlich an das Original erinnerte, aber doch ein paar kleine Verbesserungen und Veränderungen enthielt. So gibt es auf dem Super Nintendo beispielsweise verschiedene Klassifizierungen der Städte, wodurch man sich ein klares Ziel stecken kann, z.B. die höchste Klasse erreichen, die Mega-Metropole mit 500.000 Einwohnern. Das Monster, das von zu viel Smog angelockt wird und dann eure Stadt platt trampelt, wurde durch Bowser pesönlich ersetzt. Für das Erfüllen bestimmter Bedingungen bekommt ihr kleine Geschenke, die Vor-, aber auch Nachteile bieten können. Ein Kasino zum Beispiel bringt zwar viel Geld ein, erhöht aber in seinem Umkreis die Kriminalitätsrate. Und dann wurde da noch euer Assistent, der grünhaarige Dr. Wright, eingeführt. Er ist nach Will Wright benannt und gibt euch hin und wieder nützliche Tipps. Übrigens könnt ihr Dr. Wright auch heute noch in Aktion erleben, nämlich als Helfer-Trophäe in "Super Smash Bros. Brawl".
Da "Sim City" ein grosser Erfolg auf allen Systemen wurde, folgten natürlich eine Menge Fortsetzungen, so kam 1993 "Sim City 2000", das ebenfalls eine SNES-Umsetzung spendiert bekam - die diesmal allerdings eine 1:1-Umsetzung der PC-Version war, ohne Nintendo-Elemente oder andere Gimmicks. Später folgte dann auch noch eine Umsetzung für den Gameboy Advance und den Nintendo DS. Für PC-Spieler gibt es ausserdem noch "Sim City 3000" und "Sim City 4". Aber nicht nur Städte wurden simuliert, auch viele andere Dinge. In "Sim Tower" müsst ihr beispielsweise ein Hochhaus bauen, in "Sim Ant" einen Ameisenbau. Und im neuesten Ableger der Reihe unterliegt euch die ganze Evolution eines Universums. Das Spiel trug ursprünglich den Namen "Sim Everything", kam dann aber diesen September unter dem Namen "Spore" für PC und Nintendo DS auf den Markt.
Die Einwohner von Sim City heissen übrigens Sims, und das sind genau die gleichen Sims, die ab 2000 ebenfalls eine eigenständige Spiele-Reihe auf allen System bekamen, in der ihr quasi das Leben eines Einwohners von Sim City übernehmt. Der Sim-Kosmos ist also so gross, dass man fast denken könnte, wir würden selbst nur in einer Simulation leben ... ähem, nein, das nimmt jetzt zu sehr Züge von Matrix an! ^^
Fazit: Bürgermeister werden ist nicht schwer, Bürgermeister sein dagegen sehr!
Ach ja, und eins noch: Das KFZ-Kennzeichen SIM steht nicht für Sim City, sondern für Simmern in Rheinland-Pfalz!


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