PUMUCKLS ABENTEUER IM GEISTERSCHLOSS

Hurra, hurra, der Chiko, der ist wieder da - und erzählt euch heute etwas über "Pumuckls Abenteuer im Geisterschloss"!
Das Spiel erschien im November 2000 für den Gameboy Color und ist das zweite und letzte Pumuckl-Spiel für eine Nintendo-Konsole. Das erste heisst "Pumuckls Abenteuer bei den Piraten" und erschien im Frühling 1999 ebenfalls für den Gameboy Color. Beide Pumuckl-Spiele wurden von Acclaim entwickelt und sind typische Kinder-Jump'n'Runs, die einen erwachsenen Zocker wahrscheinlich eher langweilen werden.
Der Spieler übernimmt den bekannten rothaarigen Kobold Pumuckl, der in ein Schloss eingeladen wurde, um an einer Feier von mehreren Kobolden und Klabautermännern teilzunehmen. Als er jedoch die Festung erreicht, erfährt Pumuckl, dass er in eine Falle gelockt wurde: Sein Erzfeind, der Blaue Klabauter, hat das Schloss erobert und Pumuckl die Einladung geschickt. Nun sperrt er den rothaarigen Kobold in den Kerker. Von einem sprechenden Bild erfährt Pumuckl wenig später, dass er drei Geister finden muss, die ihm helfen werden, wieder nach Hause zu kommen, und so macht der kleine Hausgeist sich auf die Suche.
Besonders tiefgründig ist das Gameplay des Spiels nicht, und besonders hoch ist auch der Schwierigkeitsgrad nicht. Ein grosser Teil eurer Beschäftigung besteht darin, Schalter zu suchen, mit denen ihr neue Durchgänge öffnen könnt. Dabei dürft ihr zwischendrin Gegnern ausweichen, die aber, typisch für ein Kinderspiel, keine allzu grosse Gefahr sind. Ihr könnt ihnen entweder einfach ausweichen, oder aber ihr setzt verschiedene Waffen ein, wobei man das Wort "Waffen" nicht ganz so ernst nehmen sollte. Eine dieser Waffen ist nämlich z.B. Leim, mit dem ihr eure Gegner am Boden festkleben könnt.
Alles in allem ist das Spiel nicht unbedingt etwas, das ich als empfehlenswert bezeichnen würde - nicht einmal für echte Pumuckl-Fans, weil die Story im Vergleich zur beliebten TV-Serie doch um einiges anders ist. Von Meister Eder und seiner Schreinerei sieht man beispielsweise das ganze Spiel lang überhaupt nichts.
Die originale Pumuckl-Geschichte wurde übrigens von Ellis Kaut erdacht, ursprünglich im Jahr 1962 für eine Hörspiel-Reihe des Bayerischen Rundfunks. Insgesamt 90 Folgen wurden vertont, und auf den grossen Erfolg folgte später auch eine 52-teilige Fernsehserie inklusive drei Kinofilmen. Ausserdem schrieb Ellis Kaut einige der Geschichten auf, die dann insgesamt elf Bänden gedruckt erschienen. Nachdem aller Gustl Bayerhammer, der Meister Eder gespielt hatte, im Jahr 1994 verstorben war, fand damit auch die Pumuckl-Reihe, wie man sie kennt, ihr Ende. Bayrhammer war der perfekte Meister Eder, so dass man die Rolle nicht neu besetzen wollte. Stattdessen wagte man mit der 13-teiligen Nachfolgeserie "Pumuckls Abenteuer" das Experiment, den Kobold zurück aufs Meer zu schicken, aber die Serie fiel beim Publikum durch.
Wer übrigens die Geschichte noch nicht kennt, hier in aller Kürze: Meister Eder ist ein älterer Schreinermeister, der in München lebt. Eines Tages fällt ihm auf, dass alles mögliche von alleine runter fällt oder spurlos verschwindet. Eder zweifelt schon an seinem Verstand, bis die Quelle des Spuks plötzlich am Leimtopf hängt: Ein kleines Männchen mit feuerroten Haaren, das sich als Pumuckl vorstellt. Pumuckl ist ein Kobold, und ein altes Koboldsgesetz besagt, dass ein Kobold sichtbar wird, wenn er an etwas hängen bleibt, und dass er bei dem Menschen bleiben muss, der ihn gesehen hat. Und so nistet sich Pumuckl kurzerhand bei Meister Eder ein, was dem alten Schreinermeister am Anfang gar nicht recht ist. Mit der Zeit schliesst er seinen Pumuckl dann doch ins Herz, aber natürlich will ihm kein Mensch seine Geschichte glauben! Egal, trotzdem erleben Meister Eder und Pumuckl von nun an viele kleine Alltagsabenteuer voller Herz und Charme.
Fazit: Den Text habt ihr gekriegt, als nächstes folgt Musik - das reimt sich, und was sich reimt ist gut!


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