PRINCE OF PERSIA

Die Abkürzung "PoP" steht in diesem speziellen Fall nicht für "Punkten oder Packen" sondern für "Prince of Persia". Das Spiel wurde von dem Amerikaner Jordan Mechner entwickelt und von Broderbund am 3. Oktober 1989 für den Apple II veröffentlicht. Später folgende noch Umsetzungen für alle anderen damals aktuellen Konsolen und Heimcomputer, darunter auch NES, Gameboy und Super Nintendo.
Es handelt sich um ein Jump'n'Run und die Story lässt sich in knappe Worte fassen: Jaffar hat der Prinzessin ein recht unvorteilhaftes Angebot gemacht: Entweder sie heiratet ihn oder sie wird sterben. Bedenkzeit: 1 Stunde. Die Prinzessin hat nun überhaupt keine Lust, Jaffar zu heiraten, denn ihre wahre Liebe ist der damals noch namenlose Prinz von Persien - und was sie nicht weiss, ist, dass der Prinz von Jaffar gefangen genommen wurde. Eure Aufgabe ist es nun, innerhalb dieser einen Stunde aus dem Kerker zu entkommen und die Gemächer der Prinzessin zu erreichen. Dabei ärgert euch nicht nur das marode Verliess an sich mit seinen vielen Fallen und den Gittern, die sich viel zu früh wieder schliessen, sondern ihr lernt auch Jaffars Wachen kennen, die sich euch an den ungünstigsten Stellen in den Weg stellen. In jedem Level gilt es, zunächst die Bodenplatte zu finden und zu betätigen, die den Ausgang öffnet, und dann natürlich auch noch den geöffneten Ausgang zu erreichen.
Nach zwei klassischen Fortsetzungen 1994 und 1999 startete dann ab November 2003 die "Sands of Time" Trilogie von Ubisoft für Gamecube, Playstation 2 und X-Box. Diese ist es, auf der nun auch der neue Film basiert, für den Serien-Erfinder Jordan Mechner höchstpersönlich das Drehbuch verfasst hat. Regie führte Mike Newell, der u.a. auch "Harry Potter und der Feuerkelche" gedreht hat, die Rolle des Prinzen Dastan spielt Jake Gyllenhaal. Die Dreharbeiten begannen im November 2007 - damals wurde der 10. Juli 2009 als Starttermin angepeilt, schliesslich wurde der 20. Mai 2010 daraus.
Der Film fängt das Jump'n'Run Feeling der Spiele sehr gut ein mit seinen vielen Verfolgungsjagden über die Dächer der Stadt. Die Story braucht allerdings eine Weile, um zu zeigen, dass sie überhaupt existiert. Im Mittelpunkt steht ein verzauberter Dolch, der die Zeit zurück drehen kann, wenn sein Griff mit dem Namen gebenden Sand der Zeit gefüllt ist. Prinz Dastan wird fälschlicherweise des Mordes an seinem Vater, König Sharaman, verdächtigt, und muss vor seinen eigenen Brüdern fliehen. Nachdem er hinter das Geheimnis des Dolches gekommen ist, vermutet Dastan, dass sein Bruder die Sache eingefädelt hat, um so an den Dolch heran zu kommen und mit seiner Macht das Reich zu regieren. Doch vielleicht ... ja, vielleicht irren sich beide! Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, geht einfach ins Kino! Nur so viel: Die Geschichte ist am Anfang ein wenig mau, wird aber gegen Ende doch noch gut. Und auch einige gute Witze sind zwischen den vielen Action-Szenen eingestreut. Herrlich ist vor allem der Steuersünder Nizam, der sich in der Wüste versteckt und Straussen-Rennen veranstaltet.
"Prince of Persia - Der Sand der Zeit" ist eine brauchbare Spiele-Verfilmung aus dem Hause Disney, die man zwar nicht zwingend gesehen haben muss, aber bei der man seinen Spass haben wird. Ach ja, und in diesen Tagen kommt übrigens auch ein neues "Prince of Persia" zum Zocken heraus, nämlich "The Forgotten Sands". Es setzt die Story von "Der Sand der zeit" fort und ist neben Playstation 3 und X-Box 360 auch für Wii und Nintendo DS erhältlis. Ausserdem ist in der Wii-Version der Original-SNES-Klassiker als Bonusspiel enthalten.
Fazit: 60 Minutes left ...


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