POKÉMON TRADING CARD GAME

Das Pokémon Trading Card Game, auf deutsch auch als Pokémon Sammelkartenspiel bekannt, ist - wie der Name schon sagt - ein Sammelkartenspiel, also ein Kartenspiel, bei dem man die Karten erstmal sammeln muss. Es gibt Sammelkartenspiele zu allen möglichen Themen, hauptsächlich aber zu beliebten Animes und Fantasy-Filmen. Die bekanntesten und erfolgreichsten Sammelkartenspiele sind Pokémon, Yu-Gi-Oh! und Magic, wobei Pokémon das weltweit einzige Sammelkartenspiel mit Nintendo-Thematik ist.
Zum Preis von ungefähr 15 Euro bekommt man ein Starter Set, das ein aus 60 Karten bestehendes spielfertiges Deck enthält, das allerdings nicht besonders stark ist und auf keinem grösseren Turnier eine Chance hätte. Für 5 Euro gibt es ausserdem Booster Packs, die neun weitere Karten enthalten, mit denen man sein Deck dann aufpowern kann.
Jedes Pokémon-Deck muss aus genau 60 Karten bestehen, wobei jede Karte maximal vier Mal enthalten sein darf. Insgesamt gibt es drei Typen von Karten. Die Pokémon-Karten sind am wichtigsten, sie sind die eigentlichen Stars auf der Kampffläche und greifen sich mit ihren verschiedenen Attacken gegenseitig an. Die stärkste Attacke nützt allerdings nichts, wenn das Pokémon keine Energie hat, deshalb gibt es als zweites die Energie-Karten, die man an seine Pokémon anlegen kann. Je mehr Energie ein Pokémon hat, desto stärkere Attacken kann es einsetzen, allerdings darf pro Spielrunde nur eine einzige Energie-Karte ausgespielt werden, deshalb dauert es seine Zeit, bis ein Pokémon mal so richtig aufgepowert ist. Das dritte und letzte sind schliesslich die Trainer-Karten, die geschickt eingesetzt das Spiel komplett auf den Kopf stellen können. Es gibt Trainer-Karten mit allen möglichen Effekten: Manche heilen die eigenen Pokémon, manche erschweren den gegnerischen Pokémon einen Angriff, manche erlauben es dem Spieler, seine bereits abgelegten Karten zurück auf die Hand zu bekommen - die Möglichkeiten sind unbegrenzt! Kein Wunder also, dass manche Profis in ihrem Deck mehr auf die richtige Zusammenstellung der Trainer-Karten als auf die Pokémon achten.
Das Pokémon Trading Card Game wurde zuerst im Oktober 1996 in Japan veröffentlicht, ein richtiger Erfolg wurde es aber erst durch sein Erscheinen in Amerika: Im Dezember 1998 veröffentlichte Wizards of the Coast, die Firma, von der auch Magic stammt, die Basis-Edition mit 102 verschiedenen Karten. Seitdem folgt etwa alle viertel Jahre eine Erweiterung mit rund 100 neuen Karten,
so dass das Spiel bis heute auf fast 3000 verschiedene Karten kommt. Ja, ihr Rechenkünstler, es gibt nur 493 verschiedene Pokémon - aber manche Pokémon gibt es in mehreren Varianten, zum Beispiel gibt es schon über 20 verschiedene Pikachus. In Deutschland wird das Spiel von Anfang an von Amigo-Spiele veröffentlicht, wobei manche Editionen übersprungen wurden, um den Erscheinungs-Rhythmus an die zu den Karten passenden Gameboy-Spiele anzupassen.
Auch vom Kartenspiel selbst erschien eine Umsetzung für den Gameboy Color: "Pokémon Trading Card Game" erschien bei uns am 8. Dezember 2000 und enthält Karten aus den ersten drei Editionen. Der Spieler startet mit einem eher schwachen Deck und muss sich nun durch acht Karten-Clubs kämpfen, um jeweils vom Club-Leiter einen Orden zu bekommen. Am Ende steht dann noch die Herausforderung der Kartenliga hervor, also quasi ein klassisches Pokémon-Abenteuer, nur eben mit Karten anstatt mit echten Pokémon. Ausserdem trifft der Spieler im Spielverlauf immer wieder auf den verrückten Sänger Imakuni, der übrigens keine Erfindung des Spiels ist, sondern ein echter J-Pop Sänger, auf dessen Konto auch einige Songs aus der Pokémon-Anime-Serie gehen.
In Japan erschien am 28. Mai 2001 ausserdem eine Fortsetzung, ebenfalls für den Gameboy Color, die allerdings niemals im Rest der Welt erschien. Anscheinend war das Pokémon Trading Card Game als Videospiel doch kein so grosser Erfolg. Die echten Karten erfreuen sich hingegen noch immer so grosser Beliebtheit, dass ein Ende bis heute nicht abzusehen ist.
Fazit: Auf jedem Pokémon Day habt ihr die Gelegenheit, mal in das Spiel hinein zu schnuppern. Aber Vorsicht: Wenn euch das Fieber packt, dann werdet ihr schnell arm, denn das Sammeln von Pokémon-Karten geht richtig ins Geld!


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