POKÉMON STADIUM

Auch heute ist mal wieder Pokémon Time im Spotlight angesagt!
In "Pokémon Stadium" war es seinerzeit zum ersten Mal möglich, seine Pokémon von den Gameboy-Editionen - damals waren das Rot, Blau und Gelb - auf dem grossen Fernseher in Aktion zu erleben. Das Spiel erschien für das Nintendo 64, und zwar in Japan am 30. April 1999, in den USA am 1. März 2000 und bei uns schliesslich am 7. April 2000, ein halbes Jahr nach dem Release der Roten und Blauen Edition für den Gameboy. In erstes Linie handelt es sich bei dem Spiel um genau das, was der Name vermuten lässt, nämlich ein Pokémon-Stadion. Mit Hilfe einer beigelieferten Hardware, dem so genannten Transfer Pak, das hinten in den N64-Controller gesteckt wird, könnt ihr eure Pokémon von den Gameboy-Editionen in das Nintendo 64 Spiel laden und sie dort im Kampf einsetzen. Im Gegensatz zu den aktuelleren Pokémon-Kampf-Spielen wie "Pokémon Colosseum" oder "Pokémon Battle Revolution" gab es damals aber auch noch die Möglichkeit, sich ein Team aus Leih-Pokémon zusammen zu stellen. Dabei konntet ihr fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich Mewtu und Mew standen nicht zur Auswahl. Alle Leih-Pokémon waren zwar keine unschlagbaren Champions, ihre Werte und Attacken waren aber durchaus brauchbar genug, um sich mit ihnen durch die verschiedenen Spielmodi zu kämpfen. Andersrum konnte man aber auch für die Computer-Gegner Teams aus Leih-Pokémon basteln, um so immer wieder gegen neue, individuelle Zusammenstellungen sein Können zu trainieren.
Neben dem freien Kampf, in dem man entweder gegen einen menschlichen Mitspieler oder gegen einen Computer-Gegner antreten konnte, gab es für Einzelspieler auch die Arenaleiter-Burg. Hierbei handelte es sich um eine grosse Festung, in der alle acht Arenaleiter aus Rot und Blau residierten, angefangen bei Rocko bis hin zu Giovanni. Diese galt es, der Reihe nach zu bezwingen, und anschliessend dann auch noch die Top Vier, um schliesslich am Ende mit einem seltenen Pokémon belohnt zu werden, das man auf seine Gameboy-Edition übertragen konnte. Hier war es unter anderem möglich, an die Starter, die Fossilien und die Evoli-Entwicklungen heran zu kommen, also all jene Pokémon, bei denen man sich im Spiel für eine Alternative entscheiden muss und dann ohne Tausch ansonsten nicht mehr an die anderen möglichen Alternativen heran kommen würde. Und einen tauschbereiten Freund für solche Pokémon zu finden, war damals noch etwas schwieriger als heute, da es in Rot und Blau auch noch nicht die Möglichkeit zur Zucht gab.
Wenn das Spiel nun schon einmal das Transfer Pak dabei hat und mit der Gameboy-Edition kommunizieren kann, dann mussten natürlich auch noch ein paar nette, kleine Tools dabei sein. So war es im Gameboy-Turm möglich, die im Transfer Pack steckende Pokémon-Edition auf dem Fernseh-Bildschirm zu spielen. Nützlich für alle Spieler, die kein Super Nintendo und folglich auch keinen Super Gameboy besitzen. Ausserdem kann das Pokémon-Labor bereits als eine Art Vorgänger zu "Pokémon Box" angesehen werden, denn hier könnt ihr Pokémon und Items von eurer Gameboy-Edition lagern, um dort wiederum neuen Platz zu schaffen.
Und eine nette Draufgabe sind dann schliesslich noch die Minispiele. Neun verschiedene Minispiele im Stil von "Mario Party" und Co. können entweder allein oder mit Freunden gezockt werden, und ihr müsst euch beispielsweise als Hypnos gegenseitig hypnotisieren, als Schlurp fleissig Sushi futtern oder als Safcon im richtigen Moment Härtner einsetzen, um nicht von einem Felsen erschlagen zu werden.
Rund 1 1/2 Jahre später, am 19. Oktober 2001, erschien als Nachfolger "Pokémon Stadium 2", das ziemlich ähnlich wie sein Vorgänger gestrickt war, aber jetzt auch Gold, Silber und Kristall unterstützte. Weniger bekannt ist allerdings die Tatsache, dass es auch einen dritten Teil der Reihe gibt. Um genau zu sein, sind bei uns in Deutschland eigentlich "Pokémon Stadium 2" und "Pokémon Stadium 3" erschienen - eben mit veränderter Zählung im Titel, um zu verschleiern, dass uns der eigentliche erste Teil vorenthalten blieb. Dieser erschien in Japan am 1. August 1998, und es ist nicht wirklich ein Verlust, dass es den Rest der Welt nie erreichte. Denn es handelt sich eigentlich nur um eine abgespeckte Version von unserem 1. bzw. dem japanischen 2. "Pokémon Stadium". Der wichtigste Unterschied ist aber, dass im japanischen "Pokémon Stadium 1" nur 42 von den 151 Pokémon einprogrammiert waren. Die fehlenden 109 Pokémon konnten weder als Leih-Pokémon ausgewählt noch von Gameboy-Editionen rüber geholt werden. Ausserdem gab es damals auch noch keine Arenaleiter-Burg und noch keine Minispiele. Wer also das japanische "Pokémon Stadium 2" bzw. das europäische "Pokémon Stadium 1" hat, der hat im Prinzip keine Verwendung mehr für den eigentlichen ersten Teil.
Entwickelt wurden alle Teile der "Pokémon Stadium" Reihe übrigen von HAL Laboratory, also von genau der gleichen Firma, der wir auch die "Super Smash Bros." Titel und die komplette Kirby-Reihe verdanken. Für die späteren Pokémon-Generationen erschienen dann keine neuen Stadiums mehr. Stattdessen gab es für Rubin und Saphir dann "Pokémon Colosseum", und mit Diamant und Perle können wir in "Pokémon Battle Revolution" antreten. Beide Spiele haben wir euch bereits im Spotlight vorgestellt, also bei näherem Interesse, lest euch einfach auf www.pilze-wunderland.de den entsprechenden Text durch! ^^
Fazit: Los, Turtok, Hydropumpe! Und du, Glurak, setz deinen Feuersturm ein! Wir werden Champions!


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