POKÉMON OMEGA RUBIN & ALPHA SAPHIR (DEMO)

Nur noch gute fünf Wochen, dann ist es so weit: Am 28. November erscheinen hierzulande Pokémon Omega Rubin & Alpha Saphir für Nintendo 3DS, die lang erwarteten Remakes der dritten Generation. Die ursprünglichen Editionen Rubin & Saphir erschienen vor nunmehr 11 Jahren, im Sommer 2003, damals noch für den Gameboy Advance - und nun können die Spieler endlich zurück nach Hoenn kehren!

Wer es gar nicht mehr aushält, für den bietet Nintendo seit letzten Mittwoch, 15. Oktober, die offizielle Demo an. Allerdings ist der Verteilungsweg ein wenig ungeschickt gewählt. Normalerweise sollte es ja der Zweck einer Demo sein, möglichst viele potentielle Käufer zu erreichen und vor allem auch diejenigen die erreichen, die keine Hardcode-Fans sind und das Spiel nicht sowieso kaufen. Dieses Ziel könnte man erreichen, indem man die Demo ganz regulär im eShop zum Download anbietet - aber genau das tut Nintendo hier unverständlicherweise nicht! Stattdessen ist der Haupt-Vertriebsweg für Deutschland die Nintendo Zone. Dazu muss man eins der teilnehmenden McDonald's-Restaurants besuchen, sich dort einloggen und den angezeigten Code notieren, um ihn später im eShop einzulösen. Aufgrund des grossen Ansturms brach die Nintendo Zone allerdings bereits um Mitternacht zusammen, und zudem waren nur 20.000 Codes verfügbar, die manchen Quellen zufolge bereits am Mittag des ersten Tages aufgebraucht waren. Klarer Fall: Die Freaks, die das Spiel eh schon vorbestellt haben, haben sich alle Demos gekrallt, und für die "Casual Gamer", die es eigentlich zu überzeugen gilt, bleibt nichts mehr übrig. Da sollte Nintendo seine Distributionswege bei der nächsten Demo vielleicht noch einmal überdenken.

Wer aber eine Demo bekommen hat und sie startet, für den wird schnell klar, dass Omega Rubin & Alpha Saphir zumindest an X & Y herankommen, wenn nicht sogar übertreffen. Die Demo beginnt mit einem atemberaubenden 3D-Flug auf Latios nach Moosbach City, die siebte Arenastadt von Hoeen, die auf einer Insel im Nordosten der Region liegt. Dort trefft ihr Troy, den Champ der Pokémon-Liga, der euch zunächst ein Pokémon schenkt. Zur Wahl stehen Reptain, Jungglut und Moorabbel, also die ersten Entwicklungsstufen der Starter Geckarbor, Flemmli und Hydropi. Sie sind jeweils auf Level 35, haben also nur noch einen Level vor sich, bis sie sich entwickeln. Dazu erhalten sie bald ihre Chance, denn Troy nimmt euch mit zu einer Höhle, die von Team Aqua und Team Magma besetzt wurde. Nachdem ihr ein paar Rüpel besiegt habt und sich euer Starter entwickelt hat, tretet ihr zusammen mit Troy im Doppelkampf gegen die Vorstände der beiden eigentlich rivalisierenden Teams an. Seid ihr siegreich, ist die Höhle befreit, und Troy führt euch zu einem Pokémon, das hier in die Enge getrieben wurde. Es handelt sich um ein Firnontor, das ihr nun selbst fangen dürft, um es später dann auf die Vollversion zu übertragen.

Das besondere dabei ist, dass das Firnontor einen Mega-Stein trägt - wer also die Demo direkt um Mitternacht ausprobierte, für den war es möglich, Mega-Firnontor auf diesem Weg kennenzulernen, denn es war vorher noch nicht bekannt. Inzwischen steht die Info aber natürlich auf allen grossen und kleinen Pokémon-Seiten: Mega-Firnontor ist, genau wie seine Vorstufe, ein reiner Eis-Typ, steigert aber Angriff, Speziall-Angriff und Initiative und erhält die Fähigkeit Frostschicht, die Eis-Attacken noch einmal um 30 % verstärkt. Vom Aussehen her bekommt es ein ziemlich hässliches Klappmaul sowie ein eisiges Horn auf der Stirn.

Mega-Firnontor ist allerdings exklusiv in der europäischen Version der Demo. In der japanischen Fassung gibt es stattdessen das ebenfalls neue Mega-Stahlos. Noch ist allerdings unbekannt, ob es Mega-Stahlos auch irgendwann einmal in Europa und umgekehrt Mega-Firnontor in Japan geben wird. Überhaupt weiss man noch nicht, ob die beiden Pokémon tatsächlich Demo-exklusiv bleiben oder ob sie ihren Weg ins reguläre Spiel finden und durch die Demo lediglich enthüllt wurden.

Habt ihr das Firnontor einkassiert, was nach einer guten Viertelstunde bereits der Fall sein dürfte, dann habt ihr den wichtigsten Teil der Demo hinter euch. Wer trotzdem weiterspielen will, dem schenkt Troy im Anschluss allerdings zusätzlich die verleibenden beiden Starter inklusive ihren Mega-Steinen. Von nun an könnt ihr ihn jederzeit ansprechen und euch von ihm zu einer kleinen Mission mitnehmen lassen. Mal gilt es, ein bestimmtes Pokémon im Gras zu finden, mal muss eine kleine Anzahl Trainer besiegt werden. Diese Missionen sind allerdings wirklich nicht besonders gross. Sie eigenen sich gut, um die neuen Mega-Entwicklungen im Kampf kennen zu lernen, sind aber wahrlich keine Herausforderung und werden nach dem zweiten oder dritten Mal schnell eintönig. Um euch dennoch eine Weile lang zu motivieren, erhaltet ihr bis einschliesslich zur 10. Mission regelmässig eine Belohnung von Troy, die ihr ebenfalls auf die Vollversion übertragen dürft. Das kann mal eine Handvoll Pokébälle sein, mal ein paar Herzschuppen. Doch irgendwann gibt's dann nichts mehr, und dann könnt ihr nur noch just for fun weiterspielen - oder es eben bleiben lassen!

Um ehrlich zu sein: Nach der 10. Mission noch weiter zu spielen, ist zwar möglich, aber lohnt sich nicht. Wie gesagt, es gibt dann keine Belohnungen, und auch ansonsten könnt ihr daraus keinen Vorteil mehr ziehen. Ihr habt nämlich in der Demo keine Möglichkeit, die wilden Pokémon zu fangen, und ihr könnt auch eure Team-Pokémon nicht leveln, da alle Erfahrungspunkt am Ende jedes Ausflugs resettet werden. So bleibt das Firnontor also immer auf Level 40, wie ihr es erhalten habt - selbst, wenn ihr euch tatsächlich die Mühe machen solltet, stundenlang im Gras herum zu rennen und es auf Level 100 zu trainieren. Lasst es, das bringt nichts!

Dennoch schafft es die Demo, uns zu überzeugen: Das gewohnte Pokémon-Feeling ist wieder voll da, wir fühlen uns sofort heimisch. Die Grafik war zwar in Pokémon noch nie spitzenklasse, hat sich aber seit X & Y noch einmal ein wenig verbessert - vor allem die Flugsequenzen auf Latios und Latias haben es uns angetan! Und auch der kleine Fernsehbildschirm mit der Nachrichtensprecherin auf dem unteren Bildschirm stimmen uns neugierig. Das Ziel, uns auf die Vollversion heiss zu machen, hat die Demo erreicht - sie hätte nur ein wenig breiter gestreut werden müssen. Wir freuen uns auf dem 28. November und zählen jetzt schon die Tage. (Nur noch 39 Mal schlafen ...)


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