POKÉMON MINI

Passend zum Start der neuen Pokémon-Staffel nächsten Mittwoch auf RTL II sind heute mal wieder die POkémon dran. Und unser heutiges Spotlight widmet sich keinem Spiel, sondern gleich einem ganzen Handheld: Der Pokémon mini!
Der Pokémon mini wurde zu seinem Release als die kleinste Konsole der Welt beworben, und das ist nicht gelogen, denn so ein Pokémon mini ist gerade mal 70 Gramm schwer, 7,4 x 5,8 cm gross und nur 2,3 cm dick. Der Release war in Japan am 14. Dezember 2001 und bei uns dann am 14. März 2002, erhältlich war das Gerät in drei verschiedenen Farben: Felino-Blau, Endivie-Grün und Kussila-Lila. Ausserdem lag jedem Gerät das Spiel "Pokémon Party mini", das weniger ein richtiges Spiel ist, sondern viel mehr eine Technik-Demo. "Pokémon Party mini" besteht aus insgesamt sechs Minispiel, von denen jedes eine Funktion des Pokémon mini in den Mittelpunkt stellt. Denn obwohl die Konsole so klein ist, verfügt sie doch über allerhand Technik, z.B. Vibrationseffekt, Infrarot-Schnittstelle und sogar ein Shock Sensor. Die Grafik allerdings nur auf Tamagotchi-Niveau und somit nicht besonders toll, und über das Gepiepse, das sich als Sound bezeichnet, reden wir besser gar nicht erst!
Zum Launch erschienen in Deutschland insgesamt drei Spiele, die alle durchaus eine Weile lang Spass machen können.
Zum einen gibt es "Pokémon Puzzle Collection", das verschiedene Puzzle-Spiele vereint. So könnt ihr euch z.B. an dem bekannten Legespiel "Tangram" versuchen und dabei natürlich Pokémon zusammen setzen. Oder ihr stürzt euch auf eine Variante des PC-Klassikers "Klempner" und müsst einen Pfad bauen, auf dem ein kleines Phanpy den Bildschirm überqueren möchte.
Der zweite Launch-Titel war "Pokémon Pinball mini". Hier ist es eure Aufgabe, Pokébälle in Löcher zu katapultieren, wobei Abschusswinkel und -stärke entscheidend sind. Als Abschussrampe dient anfangs nur ein Digda, ihr könnt euch im Spielverlauf aber auch andere Pokémon wie Woingenau oder Pikachu dazu verdienen, und je nachdem, mit welchem Pokémon ihr den Ball abschiesst, verhält sich dieser auf dem Spielfeld leicht unterschiedlich. Nicht zu vergessen natürlich auch die frei laufenden Pokémon auf dem Spielfeld, die euren Ball nur allzu gern behindern. Die späteren der insgesamt 70 Level werden dann richtig knifflig und laden zum stundenlangen Zähne ausbeissen ein!
Das dritte und letzte Spiel im Bunde heisst schliesslich "Pokémon Zany Cards" und ist vor allem für Fans der verschiedenen Kartenspiele aus Windows interessant, da es sich hier grossteils um Varianten davon handelt, nur eben mit Pokémon-Motiven auf den Spielkarten. Am interessantesten ist dabei eine UNO-Variante mit Pokémon-Karten.
Irgendwann Ende 2002 oder Anfang 2003 verirrte sich dann noch "Pokémon Tetris" in die Läden. Dieses Spiel ist grossteils ein normales Tetris-Spiel, allerdings könnt ihr durch das Entfernen von vier Reihen gleichzeitig ein Pokémon fangen, und so müsst ihr natürlich, während ihr den Highscore knackt, nebenbei auch den Pokédex füllen. Das Spiel wurde zwar ins deutsche übersetzt, aber nie offiziell released. Irgendwie sind aber doch ein paar wenige Exemplare in den Handel geraten, die heute gesuchte Sammlerstücke sind.
Ja, und das war's auch schon! Damit haben wir euch alle Pokémon mini Spiele vorgestellt, die in Deutschland erschienen sind, denn mehr gab es nicht mehr, weil die Konsole bei uns gnadenlos gefloppt ist. In Japan gibt es aber auch nicht sehr viel mehr Spiele. Unter anderem kam dort aber noch "Pokémon Puzzle Collection 2" heraus, eine Fortsetzung mit neuen Puzzles. Oder "Pokémon Breeder mini", eine Art Tamagotchi, bei der ihr ein kleines Pokémon aufziehen müsst. Oder "Togepi's Great Adventure", wo ihr ein rollendes Togepi mit Hilfe des Shock Sensors sicher durch ein Labyrinth voller Falle kullern lassen müsst. Und noch ein paar mehr, aber auch die japanischen Spiele kann man mit den Fingern zählen.
Noch mal ein kurzes Revival erlebte der Pokémon mini im April 2004 in dem Gamecube-Spiel "Pokémon Channel". Hier ist ein Pokémon mini Emulator eingebaut, und im Spielverlauf könnt ihr dann ein paar Pokémon mini Spiele sammeln und erstmals am Fernsehbildschirm spielen. Neu ist hierbei das Spiel "Relaxo's Lunch Time", das nie für den echten Pokémon mini erschien und in dem sich ein Relaxo mit Essen voll stopfen muss, ohne versehentlich ein Pichu zu verspeisen.
Seinen vollen Preis von 50 Euro - so viel hat das Gerät zur Markteinführung gekostet - war der Pokémon mini nie wert. Wer aber mal ein Exemplar des Handhels für 5 Euro auf dem Flohmarkt sieht, darf gern zugreifen, denn auch wenn Grafik und Sound nichts taugen: Die Spiele an sich sind gar nicht mal so schlecht. Um mal eine viertel Stunde Wartezeit an der Bushaltestelle tot zu schlagen, reicht es allemal, und ihr werdet euch dann doch oft genug dabei erwischen, wie ihr noch die gesamte Busfahrt lang weiter zockt!
Fazit: Klein, kleiner, Pokémon mini!


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