POKÉMON COLOSSEUM

Auch heute wieder ein Pokémon-Spiel im Spotlight!
Das Spiel erschien am 21. November 2003 in Japan, am 22. März 2004 in den USA und am 14. Mai 2004 dann bei uns. Nach dem Kinderspiel "Pokémon Channel", das wenige Wochen vorher erschienen war, handelte es sich hierbei jetzt um das erste richtig grosse Pokémon-Abenteuer für den Gamecube.
Zum einen kann man "Pokémon Colosseum" als eine Art Nachfolger von "Pokémon Stadium" für das Nintendo 64 ansehen, denn auch hier ist es jetzt wieder möglich, seine Pokémon von den GBA-Editionen auf dem Fernsehbildschirm in 3D im Kampf zu erleben. Allerdings gibt es im Gegensatz zu "Pokémon Stadium" nicht mehr die Möglichkeit, sich brauchbare Teams aus Leih-Pokémon zusammen zu stellen, man muss also zwingend seine eigene Rubin- oder Saphir-Edition mitbringen. Hat man aber genug kampfbereite Pokémon im Gepäck, dann steht spannenden Duellen nichts mehr im Weg!
Daher wurde im Frühsommer 2004 sogar eine offizielle Pokémon Colosseum Championship veranstaltet. In insgesamt sechs Großstädten konnten mehrere Zweier-Teams von Pokémon-Trainer gegeneinander antreten, und die sechs Sieger-Teams trafen sich dann noch einmal auf der Games Convention in Leipzig zum finalen Showdown. In München trat dabei übrigens das Team "Kyogre Kids", besteht aus Stephan und Kilian, an, aber leider flogen sie in der zweiten Runde raus. Immerhin waren ihre Gegner aber keine Unbekannten, sondern die späteren deutschen Meister, nämlich die "Berliner Elite".
Abgesehen vom Kampf-Modus ist der zweite grosse Bahnhof von "Pokémon Colosseum" der Abenteuer-Modus. Zum ersten Mal konnte man auf einem grossen Konsole durch die Pokémon-Welt laufen und Pokémon sammeln. Dabei war "Pokémon Colosseum" für eine lange Zeit die einzige Möglichkeit, an die Johto-Starter und Johto-Legendären ran zu kommen, denn in Rubin und Saphir kamen diese nicht vor.
Ihr übernehmt die Rolle des jugendlichen Pokémon-Trainers Seth, der als einzige Begleitung seine beiden Freunde Psiana und Nachtara dabei hat und sich ansonsten ziemlich verlassen in Orre wiederfindet, ein heisses, Wüsten-artiges Land, in dem es viel Staub und Sand, aber kaum Grün und nur wenige wilde Pokémon gibt. Seths Aufgabe ist es, das Team Krall unschädlich zu machen. Diese schlimmen Jungs haben nämlich die sogenannte Krall-Maschine erfunden, mit deren Hilfe sie Pokémon von fremden Trainern fangen und somit quasi stehlen können. Die gemopsten Pokémon werden dann in Crypto-Pokémon verwandelt, die von einer dunklen Aura umgeben sind und keine Gefühle mehr kennen. Mit Hilfe einer eigenen kleinen Krall-Maschine muss Seth nun die Crypto-Pokémon zurück holen, indem er die Team Krall Mitglieder aufspürt und die Crypto-Pokémon einfach wieder einfängt, sobald sie in den Kampf geschickt werden. Anschliessend gilt es, die Crypto-Pokémon durch viele Liebe und Zuneigung langsam zu erlösen und wieder zu normalen Pokémon zu machen.
Insgesamt 48 Crypto-Pokémon schlummern im Spiel, die nachdem sie erlöst wurden auch alle auf Rubin und Saphir getauscht werden können, um sie dort zu züchten. Ausserdem besteht nach Abschluss der Story die Möglichkeit, sich durch den Duellturm zu kämpfen. Hat man dort in der obersten Etage gewonnen, erwartet einen als Belohnung das legendäre Ho-oh.
Rund 1 1/2 Jahre später erschien dann auch noch der Nachfolger von "Pokémon Colosseum", ebenfalls für den Gamecube: "Pokémon XD - Der dunkle Sturm", wobei das "XD" kein Smily ist, sondern für "eXtra Dimension" steht. Die Story ist eine nahtlose Fortsetzung von "Pokémon Colosseum" und das Gameplay mehr als nur sehr ähnlich. Nur dass es statt Ho-oh diesmal Lugia als letzte Belohnung gibt.
Und selbst Celebi ist mit Hilfe von "Pokémon Colosseum" zu erhalten, das allerdings nur in Japan. Celebi spielt zwar auch in der deutschen Version eine grosse Rolle, da es in der Waldstadt Emeritae auftaucht und die Crypto-Pokémon endgültig erlöst, allerdings kann man es bei uns auf diese Weise nur sehen, aber nicht fangen. Wenn man das Spiel in Japan vorbestellt hat, bekam man noch eine Bonus-Disc dazu, die es ermöglichte, sich das Celebi am Ende zu schnappen, nachdem alle Crypto-Pokémon befreit sind.
Aber auch wir in Deutschland bekamen einen netten Bonus. Dem Spiel lag nämlich einfach mal so eben eine 59-Block-Memory-Card gratis bei. Diese war aber auch dringend nötig, denn das Spiel benötigt nicht gerade wenig Speicherplatz, und zudem sind die Spielstände auch noch kopiergeschützt, damit man bloss nicht auf die Idee kommt, sich seltene Pokémon verdoppeln zu wollen.
Fazit: Krall sie dir alle!


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