POKÉMON BANK

Mit Pokémon Bank erschien nach Pokémon X & Y das erste Pokémon-Spiel der 6. Generation abseits der beiden Haupt-Editionen. Eigentlich ist diese Formulierung aber in zweifacher Hinsicht nicht ganz korrekt. Zum einen ist Pokémon Bank nämlich gar kein Spiel, und zum anderen auch gar nicht so weit abseits von Pokémon X & Y - es erhält zwar einen eigenständigen Eintrag im Startmenü des Nintendo 3DS, ist aber doch eng mit dem Hauptspiel verbunden.

Sinn und Zweck von Pokémon Bank ist in erster Linie das Lagern von Pokémon, somit erfüllt es also eine ähnliche Funktion wie zuvor schon Pokémon Box und My Pokémon Ranch. Euch stehen insgesamt 100 Online-Boxen á 30 Pokémon zur Verfügung, was Platz für 3000 Monster schafft. Online-Box ist dabei genau so zu verstehen, wie ich es gesagt haben: Die Boxen befinden sich tatsächlich im Internet, auf den Servern von Nintendo. Vorteil: So sind eure Pokémon von überall aus mit eurer Nintendo Network ID abrufbar, selbst wenn euer 3DS oder eure Pokémon-Edition verloren geht. Nachteil: Weil bei Millionen von Usern viel Speicherplatz benötigt wird und auch die Daten gut gesichert werden müssen, damit kein wichtiges Pokémon verloren geht, kostet der Spass eine geringe Gebühr. Diese ist aber wirklich so gering, dass er eigentlich kaum der Rede wert ist, zudem erhaltet ihr vorab eine 30-tägige kostenlose Testphase sowie als Geschenk ein exklusives Event-Celebi - unabhängig davon, ob ihr später ein kostenpflichtiges Abo abschliesst oder nicht.

Als eine Art DLC zu Pokémon Bank existiert außerdem PokéMover. Er ermöglicht es euch, auch Pokémon aus der 5. Generation auf die Bank einzuzahlen und sie so auf die 6. Generation zu übertragen. Dies ist aber wieder mal nur eine One-Way-Übertragung - zurück nach Einall bekommt ihr eure Monster hinterher nicht mehr, also überlegt euch gut, welche Pokémon ihr übertragen wollt! Zudem kann ausschliesslich die erste Box übertragen werden, diese dafür aber komplett, so dass vorab Umsortieren auf Schwarz & Weiss angesagt ist. Und zuletzt sei erwähnt, dass der PokéMover einen geringfügigen Cheat-Schutz hat und somit zumindest die dämlichsten Schummeleien aussortieren kann - sie verbleiben auf der alten Edition. Items werden übrigens ebenfalls nicht übertragen.

Die Veröffentlichungsgeschichte von Pokémon Bank ist leider ein wenig missglückt. Geplant war ein weltweiter Release am 25. Dezember 2013. Aufgrund des Weihnachtstrubels und weil gleichzeitig die Nintendo Network ID für den Nintendo 3DS eingeführt wurde, waren die Server hoffnungslos überlastet, so dass lediglich der Release in Japan stattfand - und auch im Land der aufgehenden Sonne wurde das Tool nach wenigen Stunden wieder aus dem Shop entfernt. Wer es zuvor heruntergeladen hatte, konnte es zwar weiter nutzen, neue Downloads waren aber nicht mehr möglich. Am 22. Januar 2014 kam das Tool dann in Japan zurück, und am 4. Februar waren endlich, nach fünf Wochen Verzögerung, auch wir an der Reihe. Die Amis mussten sogar einen Tag länger bis zum 5. Februar warten. Aber besser spät als nie, und nun stehen uns endlich alle 718 Pokémon zur Verfügung!


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