PHOENIX WRIGHT: ACE ATTORNEY

Ein neuer Tag und ein weiteres Verbrechen, denn davon geschehen täglich so einige. Sei es im Nachmittagsprogramm oder im abendlichen Krimi. Grund genug, mal Spiele zu diesem Thema aufzugreifen. Damit die Verhandlungen aber beginnen können, muss ich erst mal um Ruhe bitten. Ruhe im Gerichtssaal!...Danke!
Bei Phoenix Wright- Ace Attorney handelt es sich um den ersten Teil einer von Capcom 4-teiligen Anwaltssimulationsserie. Hier schlüpft der Spieler dann in die Rolle des jungen Anwalts Phoenix Wright, welcher sich in seiner Rolle als Strafverteidiger beweisen muss.
In japanischer Adventuremanier wird das Spiel hauptsächlich über Gespräche mit anderen Personen fortgeführt. Anfangs steht Phoenix sofort in seinem ersten Mordfall und muss seinem Freund Larry Butz helfen, der beschuldigt wird, seine Freundin ermordet zu haben. Zum Glück muss der reichlich nervöse Protagonist bei seinem ersten Fall nicht Alles alleine herausfinden, denn seine charismatische Chefin und Mentorin Mia Fey, welche für seine Ausbildung verantwortlich war, gibt ihm Ratschläge für die Arbeit im Gericht. Als Verteidiger gilt es, die Aussagen der Zeugen anzuhören und dort die Ungereimtheiten zu entdecken. Dafür steht Phoenix eine Gerichtsakte mit Beweisen und Profilen aller Zeugen eines Mordfalls zur Verfügung. Denkt der junge Verteidiger, er möchte mehr zu einer Zeugenaussage hören, dann ruft er "Moment Mal!", dann muss er auch ab und an aus der Gerichtsakte einen Beweis hervorziehen und ruft "Nimm das!". Am berühmtesten aber ist wohl folgender Satz..."EINSPRUCH!" Er kommt nämlich dann zum Einsatz, wenn Phoenix eine Lüge des Zeugen meint aufgedeckt zu haben. Um im Gericht seine Zeugen freisprechen lassen zu können, darf Phoenix nicht zu viele Fehler machen, denn der Richter hat auch nicht unendlich viel Geduld.
Das Spiel wird aber auch außerhalb des Gerichts fortgeführt. In den Ermittlungen kommt der Spieler selber zum Tatort und kann dort die Schauplätze nach neuen Beweisen untersuchen und Zeugen befragen, bis er genügend Material für den Gerichtssaal beisammen hat.
Die Arbeit als Anwalt hat inzwischen sehr viele Fans, was wohl gerade an den vielen witzigen Zeugen und sympathischen Charakteren liegt. Da wären etwa eine alte Dame vom Wachdienst, die gern alle anschreit, ein alter Mann, der ziemlich oft einschläft, Phoenix quirlige Partnerin Maya, welche mystische Kräfte besitzt oder etwa der sehr beliebte Ankläger und Phoenix Gegner Miles Edgeworth. Die Charaktere und die Geschichte sind allesamt spannend in die fünf Fälle des Spiels verwoben und sorgen für ordentliche Krimistimmung.
Die Spielereihe erschien in Japan erstmals am 12. Oktober 2001 für den GameBoy Advance, war aber dort so beliebt, dass das Spiel ein paar Jahre später am 15. September 2005 für den DS und kurz darauf am 23. Dezember 2005 auch für den PC umgesetzt wurde. Besonders interessant: der fünfte Fall im Spiel, indem man auch Fingerabdrücke nehmen und durch Pusten ins Mikro sichtbar machen muss, sowie das Reinrufen von "Einspruch!" kamen exklusiv mit der DS-Version. Wir Europäer durften Phoenix Wright ab dem 16. März 2006 in Aktion erleben und dürfen uns seit Oktober mit dem dritten Teil der Reihe: Trials and Tribulations, vergnügen. Wer Phoenix Wright gut fand, der lernt im Übrigen im vierten Teil, welcher witzigerweise schon vor dem dritten Teil bei uns erschien, den jungen Strafverteidiger Apollo Justice kennen. Dort spielt auch Phoenix eine wichtige Nebenrolle, aber ich verrate nicht zuviel, denn ihr wollt sicher die Fälle rätselhaften Fälle sicher selbst lösen. Man kann in jeden Fall sagen, dass mit Apollo Justice auch womöglich weitere Fortsetzungen der Serie ausstehen können.
Fazit: Greift euch die Beweise und bringt den wahren Täter zur Strecke! EINSPRUCH!


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