MICKEY MANIA

Anlässlich des 60. Jubiläums der Micky Maus Magazins ist heute mal wieder Micky Maus als Spotlight-Star an der Reihe, mit seinem Zeitreise-Abenteuer "Mickey Mania", das am 1. April 1995 für Super Nintendo und Sega Mega Drive veröffentlicht wurde, ausserdem 1996 unter dem Titel "Mickey’s Wild Adventure" für die Playstation. Das Spiel sollte eigentlich zum 65. Geburtstag der Figur Micky Maus am 18. November 1993 erscheinen, das wurde aber aufgrund der Entwicklungszeit nicht geschafft, so dass Spiel schliesslich gut ein Jahr zu spät auf den Markt kam. Da Micky Maus aber sowieso zeitlos ist, macht das nichts!
Entwickelt wurde das Spiel von Traveller's Tales, die u.a. auch Sonic 3D und Sonic R schufen und heute hinter den meisten Lego-Spielen stehen, darunter auch das aktuelle "Lego Pirates of the Caribbean". Bei "Mickey Mania" handelt es sich um ein Jump'n'Run ohne wirkliche Hintergrund-Geschichte. Sinn des Spiels ist es, in Form von Micky Maus eine Auswahl der bekanntesten Micky Maus Filme zu durchhüpfen. Los geht's auf dem Dampfboot aus "Steamboat Willie", dem ersten Micky Maus Cartoon aus dem Jahr 1928, und stilgerecht ist der Level-Hintergrund dort auch in schwarz-weiss. Später besucht ihr u.a. den ersten Farb-Cartoon "Mickys Platzkonzert", die Ghostbusters-Parodie "Einsame Geister" und am Ende schliesslich das Schloss aus "Der Prinz und der Bettelknabe", einem 25-minütigen Micky Maus Kinofilm von 1990. Was sich euch dabei als Gegner in den Weg stellt, ist natürlich in jeder Stage unterschiedlich und hängt von der Filmvorlage ab, in "Steamboat Willie" sind es z.B. wilde Ziegen und Hühner. Ihr könnt entweder geschickt ausweichen, euren Gegnern auf den Kopf springen oder sie mit kleinen Kügelchen bewerfen, die ihr überall im Level einsammeln könnt. Alles in allem ist "Mickey Mania" zwar kein spielerisches Highlight, aber ein mehr als spassiges Comic-Jump'n'Run mit einer guten Portion Micky Maus History als Beilage.
Und wo wir schon mal bei Micky Maus History sind: Die erste Ausgabe erschien genau heute vor 60 Jahren, am 29. August 1951, hatte einen Umfang von 32 Seiten und war komplett in Farbe, was damals alles andere als selbstverständlich war. Vorab wurde gross Werbung für das neue Heft gemacht, und schliesslich wurden 300.000 Exemplare an die Kiosks ausgeliefert. Verkauft wurde davon nur knapp die Hälfte, der Rest wurde teilweise an Grundschulen verschenkt, grossteils aber wieder eingestampft. Heute werden sich diejenigen, die das Heft damals nicht gekauft und auch aufgehoben haben, sicher in den Hintern beissen, denn ein gut erhaltenes Exemplar erreicht heute Sammlerwerte von 12.000 Euro - ganz schöne Wertsteigerung im Hinblick auf den ursprünglichen Coverpreis von 75 Pfennigen!
Der Verlag hinter dem Micky Maus Magazin ist damals wie heute der Ehapa-Verlag, der 1951 extra für das Micky Maus Magazin gegründet wurde, später aber auch mit Asterix und Lucky Luke weitere Erfolge verbuchen konnte. Benannt ist der Verlage nach seinem Gründer, dem Dänen Egmont Harald Petersen. Chef-Redakteurin des Micky Maus Magazins war von Anfang an und bis zum Jahr 1988 Dr. Erika Fuchs, die ebenfalls eine kleine Berühmtheit geworden ist. Sie übersetzte viele bedeutende Disney-Comics ins Deutsche und schuf damit auch einen Grossteil der deutschen Namen und viele bekannte Redewendungen, etwa den Spruch "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör", den sie ursprünglich dem Erfinder Daniel Düsentrieb in den Schnabel legte, der aber mittlerweise in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist.
Auch heute erscheint das Micky Maus Magazin noch, und zwar jeden Freitag zu einem Preis von 2,30 Euro - und auch neue Micky Maus Spiele für alle aktuellen Konsolen erscheinen nach wie vor, zuletzt "Micky Epic" für die Wii im November 2010. Die wohl bekannteste Maus der Welt gehört damit noch lange nicht zum alten Eisen und wird noch viele Generation von Comiclesern und Nintendo-Spielern begeistern.
Fazit: Micky Maus - So viel Spass muss sein!


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