DONALD DUCK IN MAUI MALLARD

Unser heutiges Spotlight-Spiel widmet sich dem wohl bekanntesten Geflügel der Welt: Maui Mallard! Äh ... Maui Mallard? Nie von gehört? Na gut, dann beginnen wir wohl besser am Anfang! ^^
Maui Mallard ist nämlich niemand geringeres als Donald Duck höchstpersönlich. In dem gleichnamigen Spiel, sprich "Donald Duck in Maui Mallard", das am 1. Juli 1996 für das Super Nintendo erschien, verkörpert unser Lieblings-Enterich nämlich nicht sich selbst, sondern die wagemutige Detektiv-Ente Maui Mallard. Diese ist gerade auf einer Südsee-Insel zugegeben, als das so genannte Shabuhm Shabuhm Idol verloren geht. Dieses ist in sofern wichtig für die Insel, weil diese explodiert, wenn das Idol nicht wieder auftaucht. Auf seiner äussert schrägen Suche wird Maui Mallard dann u.a. einem Vulkan geopfert und muss Kontakt mit dem Totenreich aufnehmen, aber was ein echter Duck ist, lässt sich durch so etwas nicht abschrecken!
Spielerisch ist das Spiel zu grossen Teilen ein typisches Disney Jump'n'Run, wie es sie so viele für das Super Nintendo gab. Interessant ist aber die Tatsache, dass ihr die Möglichkeit hab, euch je nach Bedarf in die Ninja-Ente Cold Shadow zu verwandeln, die ein anderes Ich von Maui Mallard ist - also für Donald dann quasi ein zweites Ich zweiten Grades oder eben ein drittes Ich. Himmel, ist das kompliziert! ^^
Einige Abschnitte sind dabei in einer der beiden Enten-Rollen zu schaffen, da z.B. Cold Shadow im Gegensatz zu Maui Mallard nicht an Lianen klettern kann, aber in vielen Gebieten ist es egal, welchen der beiden Watschelvögel ihr euch aussucht.
Das Spiel erschien, wie gesagt, am 1. Juli 1996 für das Super Nintendo. Bereits 1995 kam es allerdings schon für das Sega Mega Drive heraus, ausserdem folgte 1998 eine Umsetzung für den Gameboy Color. Entwickelt wurde das Spiel von Disney Interactive und nicht, wie die meisten anderen Disney-Spiele für das Super Nintendo, von Capcom.
Seinen ersten Auftritt feierte Donald Duck am 9. Juni 1934, also darf er sich kommenden Donnerstag auf seinen 77. Geburtstag freuen - und dabei sollte Donald damals eigentlich nur eine Nebenrolle spielen, und zwar in dem 7-minütigen Kurzfilm "Die kluge kleine Henne". Darin geht es um eine Henne, die dringend Unterstützung beim Gemüseanbau braucht, aber von ihren beiden Nachbarn keine Hilfe bekommt. Diese beiden Nachbarn, das sind zum einen das Schwein Peter Pig, zum anderen eben Donald Duck, und er wurde beim Publikum so beliebt, dass er bald seine eigene Kurzfilm-Reihe bekam. Darin wurden dann auch seine Freundin Daisy und seine Neffen Tick, Trick und Track eingeführt.
Das Entenhausen, wie wir es heute kennen, mit Onkel Dagobert, Daniel Düsentrieb, den Panzerknackern usw. wurde dann von Carl Barks geschaffen, dem für viele Disney-Fans besten Donald-Zeichner aller Zeiten. Er arbeitete zunächst als Zeichner an den Kurzfilmen mit, brachte jedoch immer mehr eigene Ideen ein - bestes Beispiel dafür ist der automatische Friseur-Stuhl aus dem Kurzfilm "Die Wunder der Technik" - wodurch Walt Disney auf Barks' Talent als Geschichten-Erzähler aufmerksam wurde, und so stieg Barks in die Story-Abteilung auf. Als der Krieg ausbrach, gefiel Barks die Arbeit in den Disney Studios allerdings nicht mehr, da fast nur noch Propaganda-Filme produziert wurden, und so kündigte er 1942 und nahm kurz darauf seine Arbeit als Comiczeichner auf. Ironischerweise hat Donald Duck allerdings eine seiner grössten Auszeichnungen dem Krieg zu verdanken, denn im Jahr 1943 gewann der Kurzfilm "Der Fuehrer's Face" den Oscar als bester Zeichentrick-Kurzfilm. Der Cartoon handelt von Donalds Arbeit in einer Munitionsfabrik in Deutschland, wurde allerdings hierzulande nie offiziell gezeigt, was man auch sehr gut nachvollziehen kann, wenn man ihn gesehen hat.
Die gesamte Vielfalt von Donalds Abenteuern aufzuführen, das würde jetzt wohl den Rahmen der Sendung sprengen, denn es gibt so gut wie nichts, was die Ente noch nicht erlebt hat. Kein Wunder, denn in über 400 Lustigen Taschenbüchern und mehr als 2500 Micky Maus Heften passiert natürlich eine ganze Menge. Oberflächlich kann man aber sagen, dass Donald - im Gegensatz zu seinem Cousin Gustav Gans - der geborene Pechvogel ist, der seinen Job öfter wechselt als seine Jacke, ihn aber immer wieder aufgrund irgendeines Missgeschicks schnell wieder verliert, sie es der eigene Grössenwahn oder einfach nur verdammtes Pech, oft natürlich auch eine Kombination aus beiden. Manchmal arbeitet Donald auch, völlig unterbezahlt für 30 Kreuzer die Stunde, für seinen reichen Onkel Dagobert und begleitet ihn auf abenteuerliche, aber mitunter auch lebensgefährliche Schatzsuchen. Bei diesem harten Leben kann man Donald sein aufbrausendes Temperament, aus dem seine regelmässigen Wutanfälle resultieren, wohl kaum übelnehmen - immerhin sind diese Aufreger ja auch gerade das, worüber wir uns am meisten amüsieren! In diesem Sinne: Happy Birthday, Donald, und auf die nächsten 77 Jahre!
Fazit: Donald Duck - Eine Ente wie du und ich


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