MARIO'S PICROSS

Als Wunsch für joker1000 wird's heute rätselhaft im Spotlight! Und damit meinen wir nicht "Professor Layton" (der kommt irgendwann mal in den nächsten Wochen), sondern "Mario's Picross".
Der Gameboy-Klassiker erschien am 14. März 1995 in Japan und am 27. Juli 1995 in Europa. Mario war dabei eigentlich nur ein verkaufsförderndes Argument, denn im Grossen und Ganzen handelt es sich nicht um ein Mario-Spiel. Unser Lieblings-Klempner ist nur links oben in der Ecke abgebildet, aber das Spielprinzip wäre genau das gleiche, wenn dort kein Mario wäre. Stattdessen handelt es sich um ein Rätselspiel. Eure Aufgabe ist es, Bilder freizulegen, die aus durchschnittlich 15 x 15 Pixeln bestehen. Am Bildrand findet ihr Hinweise in Form von geheimnisvollen Zahlenketten. Steht beispielsweise neben eine Zeile "5 3", dann bedeutet das, dass ihr irgendwo innerhalb dieser Zeile fünf Pixel am Stück freihämmern müsst. Danach folgt eine nicht bekannte Anzahl an Pixeln, die ihr nicht anrühren dürft, bevor noch einmal drei aufeinander folgende Pixel freigelegt werden müssen. Die Kunst liegt nun darin, die Hinweise der Zeilen und Spalten richtig miteinander zu kombinieren, wobei ihr euch im Lauf der Zeit einige Kniffe angewöhnt. Habt ihr z.B. lediglich den Hinweis "10" in einer Reihe, dann könnt ihr gefahrlos die mittleren fünf Pixel freiklopfen. Wer das Spiel ein paar Mal spielt, wird schnell verstehen, warum das so ist.
Ursprünglich hiess das Picross übrigens Nonogramm, wurde in Deutschland aber auch unter dem Namen "Japanisches Rätsel" bekannt. Erfunden wurde es von der japanischen Designerin Non Ishida. Sie gewann 1986 einen Rätsel-Wettbewerb, der quasi als eine Art Real-Life-Picross angesehen werden kann: Die Teilnehmer mussten in einem Wolkenkratzer in bestimmten Zimmern das Licht einschalten, damit die erleuchteten Fenster hinterher ein Bild an der Fassade bildeten. Zusammen mit James Dalgaty veröffentlichte Non Ishida diese Rätsel-Art ab 1989 in Buchform, wobei der Name Nonogramm auf Ishidas Vornamen zurück zu führen ist.
"Mario's Picross" war die ersten Konsolen-Umsetzung der Nonogramme. Aufgrund des grossen Erfolgs in Japan folgte kurz darauf der Nachfolger "Mario's Picross 2", der nun auch einen Abenteuer-Modus hatte. Für das Super Nintendo erschien am 14. September 1995 "Mario's Super Picross", das wir erst genau 12 Jahre später, am 14. September 2007, auf der Virtual Console ausprobieren durften. Ebenfalls 2007 erschien weltweit "Picross DS", wo es zwar keinen Mario mehr gab, dafür aber einige neue Funktionen, z.B. den Tagestest, bei dem ihr einmal am Tag unter Zeitdruck mehrere Rätsel lösen dürft, oder sogar einen Rätsel-Editor, mit dem ihr eigene Nonogramme entwerfen und per WiFi an eure Freunde weiter geben dürft.
Übrigens, wer das Spielprinzip erstmal unverbindlich usprobieren möchte, bevor er in ein Nintendo-Modul investiert, kann auf www.logic-pixels.de diverse Nonogramme online lösen.
Und noch etwas: Mitte 1995 erschien im Club Nintendo Magazin ein 8 Seiten langer Comic zu "Mario's Picross". Dieser hatte zwar nicht sehr viel mit dem eigentlichen Spiel zu tun, erzählte aber eine amüsante Geschichte, in der Mario als Archäologe eine alte Pyramide erforschen musste. Besonders kultig war dabei ein grünes Kamel - eine Anspielung auf Yoshi?
Fazit: Nichts für Leute, die gern auf Koopa rum hüpfen, aber ein ideales Spiel für alle, die gern ihre grauen Zellen anstrengen. Ihr werdet es nicht mehr aus der Hand legen können!


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