MAGIC PORTALS

Wir setzen die Handyspiel-Wochen fort! Heute geht es um Chikoritas Geheimtipp, wenn es um Handyspiele geht: "Magic Portals"! Klar, dass ich das Spiel entdeckt habe, weil es das Stichwort "Portal" im Namen trägt. "Magic Portals" ist aber eigentlich keine Portal-App - wohl aber ein Spiel, das auf dem Portal-Prinzip basiert. Nicht umsonst steht schließlich in der Beschreibung: "If you like Valve's Portal or Portal 2, don't miss Magic Portals!" ("Wenn du Valves Portal oder Portal 2 magst, darfst du Magic Portals nicht verpassen!")

Umsonst ist freundlicherweise auch das Spiel - vorausgesetzt, ihr könnt mit Werbebannern leben. Die spielerisch identische, aber werbefreie Version kostet hingegen einen kleinen Betrag, aber unter 1 Euro, was also ebenfalls ein mehr als fairer Preis ist.

Euch erwartet eine Mischung aus Jump'n'Run und Puzzle, wobei die Puzzle-Elemente deutlich überwiegen. Eure Spielfigur ist ein kleiner Zauberer, der durch einen Dungeon streift und in jedem Level die Ausgangstür erreichen muss. Allerdings ist das reine Erreichen des Ziels nur die halbe Miete, denn ein echter Zocker sieht das Spiel nur dann als wirklich zu 100 % durchgespielt an, wenn er in allen Leveln den Goldstatus erreich hat. Dazu dürft ihr maximal eine bestimmte Anzahl an Portalen verwenden und müsst alle im Level verteilten Diamanten einsammeln. Das bloße Erreichen des Ausgangs ist recht einfach, aber ihr müsst ganz schön um die Ecke denken, um das eine oder andere Portal einzusparen oder einen besonders knifflig platzierten Kristall zu erreichen - und dieser Knobelspaß ist es, der für die Langzeitmotivation sorgt!

Ihr könnt euren Zauberer mit Hilfe zweier Buttons nach rechts und links laufen lassen, aber das ist auch schon alles, was der Magier bewegungstechnisch drauf hat. Nicht einen Pixel weit kann er springen, so dass ihr für jeden noch so kleinen Abgrund ein Portal-Paar benötigt. Die Portale platziert ihr, indem ihr einfach die Stelle auf dem Bildschirm antippt, an der das Portal entstehen soll, wobei ihr zu dem Ort allerdings Blickkontakt haben müsst, Wände lassen sich mit Portalen also nicht überwinden. Ob es das blaue oder das violette Portal werden soll, könnt ihr nicht selbst entscheiden, stattdessen wechseln sich die beiden Portale ab: Durch den ersten Antipper entsteht Portal A, der zweite Antipper lässt Portal B entstehen. Durch einen dritten Antipper würde Portal A wieder verschwinden und neu platziert werden. Eine weitere Besonderheit ist außerdem die Tatsache, dass beide Portale unmittelbar verschwinden, nachdem ihr sie durchschritten habt. Das ist gerade für Portal-Spieler am Anfang sehr ungewohnt, entwickelt sich aber schnell zu einem interessanten Rätselelement.

Apropos Rätselelemente: Auch davon gibt es mehr als genug! Die Idee der Holzkisten, die die man auf Bodenschalter legen muss, um schwere Eisentüren zu öffnen, ist sichtlich von Portal inspiriert. Der Felsbrock, der durch die Level rollt und euch durchaus zermalmen kann, kommt auch im Portal-Vorläufer "Narbacular Drop vor" - in "Magic Portals" kann er aber, wenn ihr es geschickt anstellt, auch benutzt werden, um unliebsame Wände aus dem Weg zu räumen. Außerdem existieren kleine runde Geister in verschiedenen Farben, die beispielsweise eure Portalschüsse umlenken oder in ihrem Umkreis das Platzieren von Portalen gleich ganz verhindern.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es sich bei "Magic Portals" um ein sehr schönes und erstaunlich umfangreiches Puzzle-Jump'n'Run handelt, das jeder Portal-Fan auf seinem Handy haben sollte - durch gezockte Zugfahrten sind euch sicher! Entwickelt wurde das Game übrigens von Asantee Games, und sie wollen ihr Spiel in Zukunft per Update um weitere Level bereichern. Ich freue mich drauf!


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