HARVEST MOON

"Harvest Moon" für das Super Nintendo erschien Ende 1997 als eins der letzten Spiele für die 16-Bit-Konsole und zog seitdem diverse Fortsetzungen für sämtliche Konsolen und Handhelds nach sich. In Japan heisst das von der Firma Pack-In-Video entwickelte Spiel "Bokujou Monogatari", was übersetzt "Ranch Story" heisst. Und das ist auch ein sehr treffender Name, denn in diesem Spiel dreht sich alles um das Landleben.
Ihr seid ein Farmerjunge, dessen Eltern für 2 1/2 Jahre verreisen müssen, und so lange seid ihr für den heimischen Bauernhof zuständig. Allerdings haben eure Eltern euch die Landwirtschaft nicht gerade im besten Zustand hinterlassen. Ihr findet ein bisschen Kleingeld im Portmonee und ein paar alte Werkzeuge im Schuppen, aber das war es dann auch schon. Vor allem aber findet ihr viel Unkraut und störende Steine auf eurem Gelände, von blühenden Gemüsebeeten ist hingegen nichts zu sehen, und Tiere gibt es erst recht nicht. Das heisst, ihr dürft euch den ganzen Krempel selbst erarbeiten.
Glücklicherweise ist in der Nähe eine kleine Stadt, in der ihr alle Läden findet, die ihr braucht: Ein Blumenladen, der auch Saatgut im Angebot hat, ein Werkzeugmacher und ein Viehhändler, bei der ihr euch mit Hühnern und Kühen eindecken könnt. Doch für Vieh reicht am Anfang euer Geld vorne und hinten nicht, also müsst ihr in den ersten Wochen wohl oder übel mit dem Verkauf von Gemüse über die Runden kommen. Aber für Tierpflege hättet ihr sowieso noch keine Zeit, denn in jeder freien Minute solltet ihr Holz hacken. So befreit ihr einerseits euer Gelände von den störenden Baumstümpfen und legt euch gleichzeitig einen Holz-Vorrat an, den ihr später braucht, um die kleine Hütte, die sich "Wohnhaus" nennt, auszubauen. Der Ausbau ist auch dringend nötig, sonst könnt ihr später nicht heiraten und Kinder bekommen.
Sollte dennoch einmal etwas Zeit übrig bleiben, dann könnt ihr in RPG-Manier die Umgebung erkunden und ein paar Geheimnisse entdecken. Zum Beispiel könnt ihr die zehn Power-Beeren finden, die eure Arbeitskraft auf bis zu 200 % steigern. Auch soll es irgendwo ein vergessenes Zwergenvolk geben, das sich auf das Schmieden von mächtigen Werkzeugen spezialisiert hat. Und dann gibt es da noch das Huhn, das goldene Eier legt und den mysteriösen Glockenbaum ...
Es gibt also wirklich so viel zu tun in Harvest Moon, dass die Spielzeit fast gar nicht ausreicht. Ein Tag dauert nämlich nur ca. 5 Minuten, wobei ein Jahr im Spiel aus 60 Tagen besteht. Für das ganze Spiel habt ihr also grob geschätzt 11 bis 12 Stunden Zeit, was wirklich nicht viel ist, wenn man bedenkt, was man in der Zeit alles vor hat. Aber gerade dieser Zeitdruck ist es, der dem Spiel einen zusätzlichen Reiz verleiht.
Das Original-Modul für das Super Nintendo ist inzwischen ein gesuchtes Sammlerstück, seit 4. Januar 2008 ist das Spiel aber auch für die Virtual Console erhältlich. Wer mal ein paar Tage lang Zeit hat und mal Lust hat auf ein Spiel, bei dem nicht die Action im Vordergrund steht, der sollte sich einen Download des Titels überlegen und sich in das harte Landleben stürzen!


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