F-1 WORLD GRAND PRIX

Dieses Wochenende war das Formel 1 Rennen in Deutschland, und das nehmen wir als Anlass, um heute mal ein Formel 1 Spiel zu präsentieren. Stellvertretend für alle anderen Formel 1 Spiele haben wir "F-1 World Grand Prix" ausgesucht.
Das Nintendo 64 Spiel erschien in Europa am 14. September 1998, in Japan erst am 11. Dezember 1998. Ziel des Spiels ist es, die Formel 1 Saison 1997 nachzufahren und möglichst Weltmeister zu werden. Enthalten sind originalgetreue Nachbauten aller 17 Rennstrecken des Jahres, ausserdem sind alle 11 Rennteams mit den realen Vor- und Nachteilen ihrer Autos eingebaut. Lediglich bei den Fahrern gibt es einen kleinen Abzug: Von den 22 Rennteilnehmern sind nämlich nur 21 im Spiel integriert, bei Jacques Villeneuve - dem Weltmeister 1997 - gab es Lizenzprobleme, so dass dieser stattdessen als "Fahrer Williams" mit geschwärztem Gesicht antritt. Dafür kann man sich mit diesem Fahrer allerdings ein kleines Easteregg erlauben: Benennt Williams einfach in Urlaub um, um die Rennstrecke in Hawaii freizuschalten!
Eine Besonderheit von "F-1 World Grand Prix" ist der hohe Grad an Realismus. Die Original-Namen der Teams und Fahrer sind ja in so manchem Rennspiel enthalten, hier stimmen aber auch alle eingeblendeten Infos 1:1 mit dem Design der Formel 1 Übertragungen auf RTL überein. Jemand, der nur mal kurz einen flüchtigen Blick auf euren Fernseher wirft, könnte wirklich meinen, dass ihr nicht zockt, sondern euch ein Rennen im Fernsehen anschaut.
Gespielt werden kann allein oder zu zweit, wobei man die Weltmeisterschaft allerdings nur als Einzelkämpfer in Angriff nehmen darf. Zusammen mit einem Mitspieler kann man lediglich ein einzelnes Rennen fahren, und das auch leider nur unter sich, aber ohne Computer-Gegner.
Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Paradigm Entertainment, die auch an "Pilotwings 64" beteiligt waren. Im Jahr 2000 erschien die Fortsetzung "F-1 World Grand Prix II", ebenfalls für das Nintendo 64.
Noch ein paar Worte zur Formel 1 an sich: Diese Sportart bezeichnet sich als die "Königsklasse des Motorsports" und stellt von allen Rennsportarten die höchsten technischen und fahrerischen Anforderungen. Die erste Saison fand im Jahr 1950 statt, bereits mit 22 Fahrern, die allerdings noch nicht so international gemischt waren, wie heute: Die allermeisten kamen aus Frankreich oder Italien, ein Deutscher war noch gar nicht dabei. Die Weltmeisterschaft wurde damals auf 6 1/2 Strecken entschieden. Warum 6 1/2? Ganz einfach: Sechs richtige Formel 1 Rennen, aber zusätzlich nahmen die Formel 1 Fahren beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis teil. Dort blieben sie allerdings allesamt weit hinter den amerikanischen Indy 500 Fahrern zurück. Weltmeister in dieser ersten Saison 1950 wurde übrigens der Italiener Giuseppe Farina.
Der wohl bekannteste Formel 1 Fahrer heisst Michael Schumacher. Er stammt aus Kerpen und wurde am 3. Januar 1969. Sein erstes Formel 1 Rennen war der Grosse Preis von Belgien 1991. 1994 und 1995 wurde er mit Benetton zweimal Weltmeister, dann wechselte er zu Ferrari, wo er zunächst den anderen hinterher fuhr, aber von 2000 bis 2004 nochmal fünf WM-Titel am Stück holte. Auch Schumis Bruder Ralf stieg 1997 in die Formel 1 ein, war aber nicht so erfolgreich wie sein grosser Bruder und gewann im Lauf seiner 11-jährigen Karriere gerade mal sechs Rennen.
Fazit: Ob Mario Kart, F-Zero oder Formel 1, die Geschwindigkeit zählt überall!


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