DONKEY KONGA

Musikspiele gibt es eine ganze Menge, und die meisten davon bringen auch gleich einen eigenen speziellen Controller aus, der sehr interessant aussieht, aber nur für diese eine Spielereihe zu gebrauchen ist und ansonsten eher unnütz ist. So gibt es beispielsweise Tanzmatten in allen Variationen für "Dancing Stage" und Co., eine Gitarre für "Guitar Hero", ein ganzes Schlagzeug-Set für "Rock Band" oder sogar eine ganze Armee von Sensoren, die ihr für "Para Para Paradise" um euch herum aufstellen müsst, damit die Bewegungen eurer Arme richtig erkannt werden. Da sind die Buschtrommeln aus "Donkey Konga" im Vergleich noch fast als harmlos zu bezeichnen!
"Donkey Konga" erschien bisher exklusiv für den Gamecube, ein Wii-Ableger ist bisher nicht angekündigt. Der erste Teil erschien in Japan am 12. Dezember 2003, in Amerika am 27. September 2004 und bei uns schliesslich am 15. Oktober 2004. In allen Ländern folgte ein halbes Jahr später auch schon der Nachfolger "Donkey Konga 2", und in Japan folgte am 17. März 2005 auch noch "Donkey Konga 3", das den Amis und uns allerdings vorenthalten wurde.
Die Story von "Donkey Konga" ist genauso simpel wie das Spielprinzip: Donkey Kong und sein kleiner Freund Diddy finden am Strand ein paar Fässer, die offenbar angespült werden. Sie haben keine Ahnung, was sie damit anfangen sollen, bis sie auf die Idee kommen, dass man ja prima auf den Fässern herum trommeln und so Musik machen kann. Das war's auch schon!
Ihr könnt euch einen von ungefähr 30 Songs aussuchen und dann drauf los trommeln. Verschiedene Noten düsen von rechts nach links durch das Bild, die sich eigentlich nur durch ihre Farbe unterscheiden. Wenn die Note eine Markierung am linken Bildschirmrand durchrollt, müsst ihr auf die Trommel hauen: Bei gelb auf die linke Trommel, bei rot auf die rechte, bei violett auf beide gleichzeitig, und bei hellblau müsst ihr in die Hände klatschen, was durch ein kleines Mikrofon in der Mitte der Trommel registriert wird. Diese Trommelei könnt ihr allein oder mit bis zu vier Mitspieler bestreiten, letzteres entweder als friedliches Orchester oder natürlich auch gegeneinander um die höchste Punktzahl. Im Single Player Modus geht es hingegen um Münzen, mit denen ihr euch wiederum höhere Schwierigkeitsgrade dazu kaufen könnte.
Sehr schade ist, dass bei allen Teilen von "Donkey Konga" die Songlisten für jedes Land angepasst wurden. Die japanischen Versionen enthalten viele schöne J-Pop Songs und auch eine ganze Menge Anime-Intros, unter anderem aus "Naruto", "Dragon Ball Z" oder natürlich "Pokémon". Hier in Europa orientieren wir uns aber leider an der amerikanischen Version, und dort wurden sämtliche japanischen Songs entfernt, stattdessen kriegen wir Rock und Pop der 80er und 90er, und in Teil 2 gibt es dann vor allem Hip Hop ... igitt!
Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Namco. Es basiert auf dem Arcade-Spiel "Taiko no Tatsujin", in Amerika unter dem Titel "Drum Master" bekannt, das seit Februar 2001 in den Spielhallen steht und das 2007 auch für den Nintendo DS umgesetzt wurde, ausserdem erscheint am 11. Dezember 2008 eine Variante für die Wii in Japan - ob diese allerdings auch zu uns kommt, ist mehr als fraglich, da auch die beiden DS-Ableger leider nicht in Europa erschienen.
Und dann zum Schluss nochmal ein Wort zu den "Donkey Konga" Trommeln: Ich sagte ja ganz am Anfang, dass die Musikspiel-Controller meist nicht für andere Spiele zu gebrauchen sind. Es existiert aber noch ein weiteres Spiel, das die Trommeln unterstützt, nämlich das Jump'n'Run "Donkey Kong Jungle Beat". Hier rennt Donkey Kong nach links, wenn ihr auf die linke Trommel schlagt, gleiches gilt auch für rechts. Und wenn ihr in die Hände klatscht, dann springt der Gorilla nach oben. Das Spiel erschien Anfang 2005, also zwischen Teil 1 und 2 von "Donkey Konga".
Ausserdem ist die Bongo-Trommel der Ultra-Smash von Donkey Kong in "Super Smash Bros. Brawl".
Fazit: Haut auf die Pauke und klatscht in die Hände, die Affen sind los!


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