DIE MAUS

Lach- und Sach-Geschichten! Heute mit einem unbekannten Gameboy-Spiel, einer umso bekannteren Fernsehsendung, viel Musik und natürlich mit Marc Mario Master!
Nachdem Stephan gestern auf der Ki.Ka Sommertour war, müsst ihr heute ein dazu passendes Spiel über euch ergehen lassen: "Die Maus" für den Gameboy!
Das Spiel erschien 20. Januar 1991 und wurde von Infogrames entwickelt, also von der Firma, die auch für viele andere Umsetzungen von Comics und Zeichentrickserien bekannt ist, von den Schlümpfe bis hin zu Asterix. Die Hauptrolle in "Die Maus" spielt logischerweise eine Maus, und zwar die Maus aus der "Sendung mit der Maus".
Im Gegensatz zur Sendung ist das Spiel allerdings nicht unbedingt als lehrreich zu bezeichnen, und auch nicht wirklich als unterhaltsam. Also nichts mit Lach- und Sach-Gezocke. Spieler in unserer Altersklasse werden gelangweilt durch die ersten drei Bildschirme laufen und das Spiel danach für alle Ewigkeiten in die Ecke verbannen. Kleinere Kinder werden bei manchen Puzzles vielleicht schon ein bisschen länger nachdenken müssen, aber über kurz oder lang kommt jeder Spieler ans Ziel.
Die Story ist mit einem Satz erklärt: Die kleine, gelbe Ente ist spurlos verschwunden. Die Maus und ihr Freund, der blaue Elefant, machen sich nun auf den Weg, um sie zu suchen. Der Spieler steuert dabei beide Figuren gleichzeitig und kann mittels Select-Taste immer hin und her schalten. Die Maus kann schneller laufen und besser springen. Der Elefant ist hingegen stark genug, um Steinblöcke zu verschieben. So könnt ihr also z.B. mit dem Elefanten einen grossen Felsklotz ans Ufer eines Flusses. Dann springt ihr als Maus auf den Felsen drauf und schafft es mit diesem erhöhten Absprungspunkt nun, den Fluss zu überwinden. Als Gegner stellen sich euch bei der ganzen Sache natürlich keine schrecklichen Monster entgegen, sondern niedliche, kleine Waldtiere wie z.B. stachelige Igel, an denen ihr euch ganz schön piekst. Da Maus und Elefant von Natur aus friedliebend sind, könnt ihr eure Gegner übrigens nicht besiegen, sondern ihnen nur immer wieder geschickt ausweichen.
Wie bereits erwähnt, basiert "Die Maus" auf der Kindersendung "Die Sendung mit der Maus", wobei "Kindersendung" gar nicht der richtige Ausdruck ist. Die offizielle Zielgruppe sind zwar Kinder im Grundschulalter, aber es gibt auch mehr erwachsene Maus-Gucker, als man glauben mag. Laut einer Umfrage des WDR ist der durchschnittliche Maus-Fan immerhin 39 Jahre alt! Kein Wunder, schliesslich werden in der Sendung Fragen beantwortet, die nicht nur für Kinder interessant sein können. So wissen wir dank der Maus nicht nur, was eine IP-Adresse ist und wie Mannheim zu seinem Namen kam, sondern es wurde auch die inzwischen schon kultige Frage beantwortet, wie die Streifen in die Zahnpasta kommen. Dass alle Beiträge kindgerecht aufbereitet sind, stört dabei auch nicht weiter, dann versteht man wenigstens die Zusammenhänge besser! Ja, und zwischen den einzelnen Sachgeschichten gibt es dann eben auch noch die Lachgeschichten. Neben diversen kurzen Zeichentrickfilmen wurde hier u.a. auch "Käpt'n Blaubär" und "Schnappi" geboren.
Die erste Folge der "Sendung mit der Maus" lief am 10. März 1971, und seitdem hat die 30-minütige Sendung ihren festen Sendeplatz am Sonntag um 11:30 Uhr sicher. Zusätzlich gibt es inzwischen übrigens auch noch "Die Sendung mit dem Elefanten" für Vorschulkinder, die für die "Sendung mit der Maus" noch nicht gross genug sind. Und im Abendprogramm, ca. alle vier Monate am Samstag Abend um 20:15 Uhr, läuft die Quizshow "Frag doch mal die Maus", in der typische Maus-Fragen zuerst als Quizfragen verwendet und hinterher erläutert werden.
Nochmal zurück zu Nintendo-Spielen: Ein 3/4 Jahr später, am 26. September 1991, veröffentlichte Infogrames noch ein zweites Maus-Spiel für den Gameboy, nämlich "Die Maus - Verrückte Olympiade". Und von Brain Game Publishing kam dann am 28. November 2008 "Die Maus DS" auf den Markt, das man am ehesten als "Dr. Kawashima for Kids" bezeichnen könnte.
Fazit: Das war das Spotlight!


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