DEATH NOTE - KIRA GAME

Heute wird es mörderisch im "Spotlight on Game", denn wir knöpfen uns heute das DS-Spiel "Death Note - Kira Game" vor. Aber bevor wir zu dem Spiel kommen, zunächst einmal ein paar Worte zu der Manga-Serie, die als Vorlage dient: "Death Note"
Die Serie ist mit 12 Bänden inzwischen abgeschlossen. Sie wurde von Takeshi Obata gezeichnet, der sich vorher schon mit "Hikaru no Go" einen Namen machte und später auch den "Blue Dragon" Manga realisierte. Die Story dachte sich Tsugumi Oba aus, aus dessen Kopf ansonsten auch noch "Bakuman" stammt, der ebenfalls von Obata gezeichnet wird. "Death Note" erschien von 2003 bis 2006 in dem japanischen Magazin "Shonen Jump", aus dem u.a. auch "Dragon Ball", "Naruto" und "One Piece" stammen.
Die Story ist oberflächlich sehr schnell erklärt, aber wenn man ins Detail gehen will, dann könnte man damit ein ganzes Buch füllen (was übrigens auch getan wurde, das 200-seitige Werk nennt sich "Death Note - How to read" und erschien bei Tokyopop).
Es existiert eine Welt der Todesgötter, wo die Todesgötter vor sich hin faulenzen und ansonsten nicht viel tun. Jeder Todesgott besitzt ein so genanntes Death Note, also ein Notizbuch des Todes, und der Name erklärt auch schon die Funktion: Wenn man den Namen eines Menschen in dieses Death Note einträgt, dann stirbt die betreffende Person. Der Todesgott Ryuk will ein bisschen Abwechslung haben und lässt daher sein Death Note in die Menschenwelt plumpsen, um dann zu schauen, was passiert. Der Oberschüler Light Yagami findet das Notizbuch und weiss zunächst nicht, was er davon halten soll. Als er dann in den Nachrichten hört, dass ein Amokläufer eine Kindertagesstätte in seine Gewalt gebracht hat, beschliesst er, das Death Note einfach mal auszuprobieren, indem er den Verbrecher umbringt. Und es klappt, der Verbrecher stirbt! Und jetzt hat auch Light angebissen: Er beschliesst, eine bessere Welt zu schaffen, indem er einfach sämtliche Verbrecher umbringt. Er macht sich fleissig an die Arbeit, mit dem gewünschten Erfolg: Ein Verbrecher nach dem anderen segnet das Zeitliche, und so ganz nebenbei sinkt auch die Kriminalitätsrate beachtlich, weil jeder Angst hat, dass er gleich stirbt, wenn er etwas Verbotenes tut.
Was Light aber übersieht, ist, dass seine fleissige Aufräumaktion streng genommen auch nichts weiter als Massenmord ist, und so tritt die Polizei auf den Plan. Der mysteriöse Ermittler L übernimmt den Plan, dessen Gesicht und wirklichen Namen niemand kennt, und das wird Lights grösstes Problem, denn das Death Note funktioniert nur, wenn man den Namen richtig schreibt und dazu das Gesicht des Opfers im Kopf hat. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Light und L, denn L will heraus finden, wer der geheimnisvolle Mörder ist, um ihm dann die Todesstrafe zu verpassen, während Light versucht, L's wahre Identität heraus zu bekommen, um ihn mit dem Death Note töten zu können. Dabei kommt es in der hoch spannenden Story immer wieder zu überraschenden Wendungen und es werden immer neue kleine Details in der Funktionsweise des Death Note bekannt, die für Light entweder ein grosses Problem darstellen, die er aber grossteils auch sehr geschickt für seine Zwecke zu nutzen weiss.
Der Manga wurde auch als 37-teilige Anime-Serie umgesetzt, die in Japan am 3. Oktober 2006 gezeigt wurde. In Deutschland begann Animax am 11. April 2009 mit der Ausstrahlung einer synchronisierten Fassung. Light wird dabei von Kim Hasper gesprochen, L von Julian Haggege und Ryuk von Bernd Kuschmann. Ausserdem existieren drei Realfilme zu der Serie, von denen aber nur der erste noch erkennbar etwas mit dem Manga zu tun hat.
Nun zum Spiel: "Death Note - Kira Game" ist das erste von drei Videospielen von der Serie, die alle drei exklusiven für den Nintendo DS erschienen. Abgesehen davon sind die Charaktere aus "Death Note" übrigens auch in dem DS-Prügler "Jump Superstars" enthalten.
Vom Namen her basiert "Kira Game" auf Kira, das ist der Spitzname, den die japanische Bevölkerung Light gegeben hat, in Anlehnung an das englische Wort "Killer". Es wurde bewusst nur ein Spitzname und kein wirklicher Charakter-Name als Titel für das Spiel verwendet, denn die Charaktere aus der Serie kommen in dem Spiel gar nicht vor. Das Spielprinzip ähnelt dem bekannten Party-Spiel "Mafia", das man bei uns in Deutschland hauptsächlich unter dem Titel "Mord im Dunkeln" kennt. Es gibt Mörder und Detektive, und nachdem die Mörder einen Mord begangen haben, ist es die Aufgabe der Detektive, durch geschicktes Fragen und Kombinieren heraus zu finden, wer den Mord begangen hat. Dabei gilt freilich, dass das Spiel umso schwieriger wird, je grösser die teilnehmende Gruppe ist.
Als Erfinder von "Mafia" gilt Dimitry Davidoff, der das Spiel im Jahr 1986 während seiner Zeit als Student in Moskau entwickelte. Unter dem Titel "Die Werwölfe vom Düsterwald" erschien im Jahr 2002 auch eine Kartenspiel-Variante. Was die DS-Variante (also "Death Note - Kira Game") betrifft, das Spiel wurde von Konami entwickelt und erschien in Japan am 15. Februar 2007. Ein Release in anderen Ländern ist bisher nicht geplant, und das ist schade, denn aufgrund der gewaltigen Masse von wichtigen Texten lohnt sich ein Import aus Japan nur dann, wenn man die Sprache wirklich beherrscht, und das dürfte wohl nur auf die wenigsten von uns zutreffen.
Das zweite "Death Note" Spiel erschien dann übrigens im Juli 2007. Es heisst "L's Successor" und ist eigentlich noch mal was das gleiche Spiel, nur zeitlich an einem anderen Punkt der Manga-Serie angesiedelt. Das dritte Spiel trägt den Namen "L - The Prologue to Death Note" und erzählt einen Fall von L, der zeitlich vor Beginn der Manga-Serie angesiedelt ist.
Fazit: *kritzel* *kritzel* Noch 40 Sekunden bis zum Herzstillstand ...


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