NINTENDO BADGE ARCADE

Knapp zwei Monate nach Release bietet sich heute endlich einmal die Gelegenheit, euch die Nintendo Badge Arcade vorzustellen. Das Tool wurde am 11. November 2015 in den USA veröffentlich, bei uns nur zwei Tage später am 13. November, in Japan erst am 17. Dezember. Nachdem ihr die Software kostenlos gedownloadet habt und sie startet, müsst ihr zunächst eine für Nintendo-Verhältnisse ungewöhnlich lange Ladezeit in Kauf nehmen. Ist schließlich alles geladen, findet ihr euch in einer Art Spielhalle wieder und werden von einem rosa Kaninchen begrüßt - und dieses Langort ist einer der absoluten Pluspunkte des Software! Das Viech nennt sich Arcade Bunny, ist herrlich überdreht und versucht, euch mit seinen flotten Sprüchen zum Ausgeben von Echtgeld zu bewegen.

Das Echtgeld, ja, das ist der große negative Punkt. Natürlich steckt Arbeit in der Programmierung, das betont das Arcade Bunny auch immer wieder. Trotzdem ist ein ganzer Euro etwas viel für fünf Spielrunden, zumal man nicht einmal sicher weiß, ob und wenn ja, was man am Ende gewinnt.

Spielerisch ist die Nintendo Badge Arcade eigentlich nur ein Greifautomat. Natürlich gibt es mehrere Automaten, die nicht nur mit Objekten aus diveren Nintendo-Franchises bestückt sind, sondern auch unterschiedlich (und teilweise sogar richtig abenteuerlich) designed sind, so dass ihr euch was einfallen lassen müsst, um mit dem Greifarm überhaupt durch zu kommen. In manchen Automaten wird der Greifarm auch durch einen Hammer ersetzt, mit dem ihr die Preise in Richtung Gewinnausgabe pfeffern könnt - zumindest ein wenig Abwechslung wird also geboten.

Die erwähnten Preis, dabei handelt es sich um die titelgebenden Badges bzw. Marken in der deutschen Übersetzung. Die Marken, die ihr aus dem Automaten fischt, könnt ihr anschließend in eurem Home-Menü anbringen, sie sind also eine Ergänzung oder gar ein Ersatz für die Hintergründe, die man schon länger käuflich erwerben kann. Das kann ganz witzig aussehen, das Problem ist nur: Damit euer Home-Menü am Ende wirklich durchdacht gestaltet ist und nicht einfach nur mit den erstbesten Marken vollgekleistert wird, braucht ihr natürlich ganz bestimmte Marken, die eben zum Thema eures Designs passen. Um speziell die aber zu kriegen, kann es schon passieren, dass ihr echte Euro-Münzen in zwei oder drei verschiedene Automaten stecken müsst - und dann, wie gesagt, nicht einmal sicher sein könnt, die gewünschten Marken auch wirklich beim Spiel zu gewinnen. Einfach nur beliebige Marken, die ich zufällig gewinne, ins Home-Menü zu heften, und nicht gezielt auf die Jagd zu gehen, sieht mir viel zu unaufgeräumt aus und entspricht nicht meinen ästhetischen Ansprüchen - und die andere Option, die gezielt Jagd, ist mir viel zu teuer, so dass ich persönlich kein Geld in die Badge Arcade stecke. Aber das kann jeder halten, wie er möchte.

Bleibt für mich noch der Aspekt des Spielens, denn die Greifautomaten an sich können durchaus unterhaltsam sein - gerade, wenn man sich selbst das Ziel setzt, alle Marken aus dem Automaten heraus zu holen. Das geht auch kostenlos im Training, allerdings dürft ihr hierbei die geangelten Marken nicht behalten. Das größere Manko ist aber, dass das Training nur einmal am Tag möglich ist. Ich pesönlich würde lieber ganz auf Kosten und Preise verzichten, sondern die Arcade-Automaten einfach nur als Minispiel nutzen - zeitlich unbegrenzt und ohne Preise, abgesehen vielleicht von einem Platz auf einer Highscore-Liste. Dafür würde ich dann vielleicht auch einen einmaligen kleinen Preis von vielleicht 5 Euro zahlen. Aber so unterhält mich die Nintendo Badge Arcade leider nicht dauerhaft. Trotzdem, ein unverbindlicher kurzer Blick kostet noch nichts und lohnt sich schon wegen dem rosa Kaninchen.


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