YUNA UND STITCH

Heute stellen wir euch einen Anime vor - einen Disney-Anime! Gibt's das? Das gibt's! Die Rede ist von "Yuna und Stitch", eine Anime-Serie basierend auf dem Disney-Film "Lilo und Stitch", produziert von Madhouse - das ist das Studio, dem wir u.a. auch "Death Note", "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" und "Summer Wars" verdanken.

"Yuna und Stitch" heisst im Original einfach nur "Stitch!" (mit Ausrufezeichen dahinter), besteht aus insgesamt 86 Episoden und feierte seine Premiere am 8. Oktober 2008 auf TV Tokyo. In Deutschland bekamen Pay TV-Abonnenten die Serie ab 10. April 2010 im Disney Channel zu sehen, aber leider bekamen wir eine Synchro auf Basis der US-Fassung, und die Amis haben an der Serie ziemlich viel herum geschnippelt - schon bekommen damit, dass teilweise zwei Episoden zu einer zusammen geschnitten wurden, was zur Folge hat, dass die amerikanische und deutsche erste Staffel nur 22 statt 26 Episoden hat.

Wie gesagt, basiert "Yuna und Stitch" auf dem Film "Lilo und Stitch", wobei Lilo selbst nur in wenigen Episoden eine winzige Nebenrolle spielt. Die neue menschliche Hauptrolle ist stattdessen Yuna, eine kleine Karate-Kämpferin, die bei ihrer Grossmutter im ländlichen Japan lebt. Eines Tages sind im Dorf alle in Aufregung, weil ein Monster in der Nähe gesehen wurde. Yuna beschliesst, der Sache auf den Grund zu gehen, und findet - klar - Stitch! Er ist nämlich das angebliche Monster, aber er ist eigentlich ganz nett. Folgerichtig freundet sich Yuna mit Stitch an, und von nun an erleben die beiden spassige Abenteuer in Japan. Eine spezielle Episode spielt dabei sogar in Disneyland Tokyo und bietet Gastauftritte diverser anderer Disney-Figuren, wenn auch grossteils nur in Form von Walking Acts.

Bis jetzt war "Yuna und Stitch" ausschliesslich im Pay TV zu sehen, aber demnächst kommt die Serie endlich auch ins Free TV: Der neue Disney Channel, der im Januar den Sendeplatz von Das Vierte übernommen hat, zeigt die Serie ab 14. April jeden Werktag um 12:55 Uhr.

Der zugrunde liegende Film "Lilo und Stitch" kam im Jahr 2002 heraus und war der 42. abendfüllende Disney-Zeichentrickfilm. Ausserdem war er sogar für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert, konnte den Preis aber nicht gewinnen, aber das können wir verkraften, weil stattdessen Hayao Miyazaki die Trophäe für "Chihiros Reise in Zauberland" entgegen nehmen durfte. Aber zurück zu "Lilo und Stitch": Die Handlung des Films erzählt, dass der verrückte Dr. Jamba Jookiba einige Monster (so genannte Experimente) erschaffen hat, die Chaos auf der Welt verbreiten sollen. Stitch ist Experiment Nr. 626 und das letzte in der Reihe, bevor Dr. Jamba ins Gefängnis wandern muss. Stitch unterdessen kann entkommen, landet auf Hawaii und verbreitet dort sein Unheil, bis er Lilo trifft. Das kleine Waisenmädchen versucht, dem blauen Biest Manieren beizubringen, und mit der Zeit freunden sich die beiden an. So halten sie auch zusammen, als die Armee aufkreuzt, um Stitch unschädlich zu machen.

Neben der bereits erwähnten Anime-Serie "Yuna und Stitch" gab es natürlich auch zuvor schon die US-Trickserie "Lilo und Stitch". Darin trifft Stitch auf die weiteren Experimente von Dr. Jamba. Ausserdem gibt es drei Fortsetzungen im Filmformat, namentlich "Stitch völlig abgedreht", "Stitch und Co." sowie "Leroy und Stitch".

Noch ein unnützer Fakt zum Abschluss: Der Name Lilo ist eigentlich gar keine hawaiianischer Name, sondern wurde von deutschen Siedlern eingeschleppt, hat somit also deutsche Wurzeln. Inzwischen ist der Name aber auch in die hawaiianische Sprache übergegangen und bedeutet so viel wie "verloren" oder "verwandeln".


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