KIRBY

Die Geschichte von Kirby als Anime-Held beginnt im Jahr 1995. Damals erschien in Japan der in Standbildern erzählte Kurzfilm "Mario Kirby Meisaku Video" auf Video. Darin müssen Kirby und Mario einen entführten Hund aus dem Schloss von König Nickerchen befreien und bringen nebenbei den Zuschauer die chinesischen Schriftzeichen bei.
Sonderlich herausragend war dieser Film allerdings nicht. Acht Jahre später wurde dann ein vier Minuten langer Kurzfilm mit dem Titel "Hoshi no Kirby" produziert, der quasi ein Prototyp zur gleichnamigen Anime-Serie ist - und die startete in Japan schliesslich am 6. Oktober 2001 auf Chubu-Nippon Broadcasting.
In der ersten von den insgesamt 100 Folgen legt Kirby eine saubere Bruchlandung mit seinem sternenförmigen Raumschiff hin und kracht mitten in eine Schafherde. Der Ort, an dem Kirby gelandet ist, heisst im Original Cappy Town, trägt aber auf deutsch den genauso englisch klingenden Namen Zeatown. Hoch über der Stadt thront ein Schloss, in dem König Nickerchen und sein Berater, die hinterlistige Schnecke Escargoon, leben. König Nickerchen hat viel langeweile und sein Mittel dagegen besteht darin, bei dem internationalen Monster-Versand "Nightmare Enterprises", kurz NME genannt, immer wieder mal ein Monster zu bestellen, das er dann auf seine Bevölkerung los lässt und sich an deren Panik erfreut. Als nun Kirby in Zeatown ist, stellt sich der knuddelige Edelknödel schnell als grosser Sternenkrieger heraus, der die Monster mit Leichtigkeit besiegt, was König Nickerchen überhaupt nicht gefällt, und so schwört er Kirby ewige Feindschaft und versucht auf alle Arten, ihn aus Zeatown raus zu werfen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Bevölkerung ist auf Kirbys Seite.
Zur Bevölkerung zählen neben bekannten Figuren aus den Spielen wie z.B. Meta-Knight oder Lololo und Lalala auch viele neu kreierte Charaktere, z.B. die bereits erwähnte Schnecke Escargoon, die - passend für eine richtige Schnecke - ein ziemlicher Schleimer ist. Oder Tiff und Tuff, zwei pfiffige Kinder, die Kirby unterstützen, wo sie nur können.
Abgesehen von einigen Charakteren und von der Tatsache, dass Kirby Monster einsaugen und ihre Fähigkeiten kopieren kann, hat die Serie allerdings wenig mit den Spielen zu tun, sondern erzählt eine komplett neue Story.
In den USA liefen die 100 Episoden ab September 2002 unter dem Namen "Kirby - Right Back at Ya!" auf 4 Kids TV. In Deutschland zeigt der Disney Channel ab 12. November 2003 die ersten 26 Folgen, weitere 26 Folgen wurden später noch mal nachgeliefert, aber mehr als diese 52 Folgen gibt es nicht auf deutsch. Den Sprung ins Free TV hat die Serie leider auch nicht geschafft, sie wurde lediglich im Disney Channel noch ein paar Mal wiederholt, aber auch dort liegt die letzte Ausstrahlung inzwischen fünf Jahre zurück. Schade, denn die Serie ist gar nicht mal so schlecht, wenn man sich nicht von der grossen Niedlichkeit des Haupt-Charakters abschrecken lässt. Hoffen wir also, dass sich doch irgendwann mal noch ein Free TV Sender erbarmt oder dass zumindest ein paar Folgen mal auf DVD erscheinen. Ob und wann es so weit ist, das steht aber im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen.
Fazit: Kirby, Kirby, Kirby, er ist wieder da! Kirby, Kirby, Kirby, er ist heute der Star!


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