ANIMANIACS

Anlässlich der Oscar-Verleihung widmen wir uns heute einem Spiel, in dem es um Filme geht. Und da es leider noch kein "KS-Film - Das Spiel" gibt, müssen wir stattdessen auf das Filmgelände der Warner Bros. ausweichen.
Die Warner Bros. heissen Yakko und Wakko, ausserdem gibt es noch die Warner-Schwester Dot - man kennt die drei aber eher unter dem Namen Animaniacs. Unter diesem Titel traten Yakko, Wakko und Dot ab 1993 in einer 99-teiligen Zeichentrickserie auf, die vom mehrfachen Oscar-Preisträger Steven Spielberg erfunden wurde. Die deutsche Erstausstrahlung fand 1994 bei Pro Sieben statt, im Moment läuft die Serie aber nur im Pay TV: Jeden Abend um 19:50 Uhr auf Boomerang.
Wie es die Serie erzählt, wurden Yakko, Wakko und Dot als neue Trickfilm-Figuren des Warner Bros. Studios erfunden. Sie entwickelten aber ihr Eigenleben und richteten nichts als Chaos auf dem Filmgelände an, bis sie schliesslich im Wasserturm eingesperrt wurden. Doch damit ist die Gefahr nicht gebannt, denn die Animaniacs brechen regelmässig aus und treiben dann jeden, der ihnen über den Weg läuft, mit ihren Spässen in den Wahnsinn. Besonders hart hat es dabei der Wachmann Ralph, der für die Bewachung der Animaniacs zuständig ist. Ausserdem gingen aus der Serie auch Pinky und Brain hervor, die beiden Labormäuse, die immer wieder erfolglos versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Sie spielten ursprünglich nur eine Nebenrolle bei den Animaniacs, bekamen dann aber aufgrund des grossen Erfolgs ihre eigene 65-teilige Serie.
Pinky und Brain sind es auch, die im Videospiel "Animaniacs" die Schlüsselrolle in der Hintergrund-Geschichte spielen: Die beiden wollen einen Film drehen, um durch die Kino-Einnahmen genug Geld zu verdienen, um sich die Weltherrschaft leisten zu können. Am Anfang eines Films steht immer das Drehbuch, also mopsen sie mal eben schnell das neueste Drehbuch aus den Warner Studios. Studio-Chef Mr. Plotz meldet sich daraufhin bei Yakko, Wakko und Dot und bittet sie, die 24 Seiten des Drehbuchs wieder einzusammeln, was die drei auch gern tun - unter der Bedingung, dass sie danach etwas zu essen kriegen! ^^
"Animaniacs" spielt sich wie ein typisches Comic-Jump'n'Run der 90er Jahre. Allerdings habt ihr immer alle drei Warner Bros. gleichzeitig auf dem Bild. Steuert tut ihr aber nur den ersten, die anderen beiden laufen einfach tatenlos hinterher und sich auch nicht anfällig für Verletzungen. Wenn eure aktive Spielfigur das Zeitliche segnet, übernimmt einer seiner beiden Begleiter das Kommando - und wenn alle drei Animaniacs weg sind, dann heisst es eben Game Over!
Auf eurem Weg durch die verschiedensten Filmwelten - es gibt mittelalterliche Burgen und futuristische UFOs - könnt ihr allerdings Münzen sammeln, die gelegentlich einen Einarmigen Banditen am unteren Bildschirmrand aktivieren, bei dem ihr mit etwas Glück eure verlorenen Spielfiguren zurück gewinnen könnt. Ansonsten habt ihr die Möglichkeit, Kisten zu zerstören oder Blumentöpfe auf eure Gegner zu werfen, die meisten Stellen des Spiels entscheiden sich aber einzig und allein durch schnelle Reaktion. Übrigens haben auch einige Figuren aus bekannten Warner Bros. Filmen Gastauftritte. In einer Stage, die hoch über den Wolken spielt, trefft ihr beispielsweise auf Fuchur aus der "Unendlichen Geschichte".
Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Konami. Die SNES-Version erschien im November 1994 in den USA und Europa und wurde schliesslich im März 1997 auch in Japan noch auf den Markt gebracht. Ausserdem gab es bereits im Mai 1994 eine Version für das Sega Mega Drive, im Juli 1995 folgte ausserdem eine Umsetzung für den Gameboy. Später erschienen auch noch weitere Animaniacs-Videospiele: In dem Action-Adventure "The Great Edgar Hunt", das 2005 für Gamecube, X-Box und Playstation 2 erschien, müssen die Animaniacs 45 geklaute Oscars wieder einsammeln. Und in dem Action-Spiel "Lights, Camera, Action!" für den Nintendo DS müsst ist die Warner Studios vor dem finanziellen Ruin retten.
Im Fernsehen sind die Animaniacs auf jeden Fall lustiger, aber zumindest das Spiel von 1994 hat durchaus den typischen 90er-Jahre-Jump'n'Run-Charme und macht Comic-Fans eine Weile lang Spass.
Fazit: "Hey, Marc, was wollen wir denn heute Abend anstellen?" "Das gleiche wie jeden Montag, Stephan: Wir versuchen, die Herrschaft über Kibo.FM an uns zu reissen!" Der Stephan, der Stephan und der Marc, Marc, Marc, Marc, Marc - NARF!!


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