2048

Heute geht's um ein Minispiel, das aber eindeutig Suchtpotential beweist. Dabei ist der Name des Spiels nur vier Zeichen lang und enthält keinen einzigen Buchstaben. Wir reden nämlich von "2048", welches am 31. Juli auch für den Nintendo 3DS erschien.

Die Erstfassung als Browserspiel kam bereits ein knappes halbes Jahr früher, am 9. März 2014, heraus. Entwickelt wurde das Spiel von dem Italiener Gabriele Cirulli, wobei er sein Werk unter der MIT-Lizenz veröffentlicht hat. Das heisst in Kurzfassung, dass jeder das Spiel frei verwenden und auch weiter entwickeln darf. Entsprechend viele Remakes vor allem für Handys folgten, die sich freilich alle sehr ähnlich sind - kennt man eins, kennt man alle. Im Gegensatz zu den meist kostenlosen Handy-Versionen wird für die 3DS-Fassung ein niedriger einstelliger Euro-Betrag fällig, im Gegenzug dafür gibt's aber einen netten 3D-Effekt und 20 Errungenschaften.

Worum geht es aber bei "2048"? Nun, es handelt sich im Grunde um ein simples Zahlen-Schiebespiel. Ihr beginnt mit einem 4 x 4 Felder grossen Spielfeld, und auf zwei zufälligen Feldern taucht eine 2 auf, in seltenen Fällen auf mal eine 4. Pro Spielzug könnt ihr in eine beliebige Richtung über den Bildschirm wischen - nach links, rechts, oben oder unten. Alle Zahlen rutschen dann in die entsprechende Richtung, bis sie an einer anderen Zahl oder am Spielfeldrand anstossen. Treffen dabei zwei gleiche Zahlen aufeinander, addieren sie sich - zwei 2er werden also zu einer 4, zwei 4er zu einer 8 und so weiter. Damit das Spielfeld nicht irgendwann leer ist, erscheint nach jedem Zug eine neue 2 oder 4 auf einem noch freien Feld, und das kann dem Spieler auch zum Verhängnis werden. Ist nämlich das Spielfeld voll und gleichzeitig kein Zug mehr möglich, weil keine zwei gleichen Zahlen nebeneinander liegen, habt ihr verloren. Ziel des Spiels ist es, die Zahlen so geschickt zu verschieben (und dabei ein bisschen Glück zu haben), dass schliesslich die namensgebende 2048 zu entsteht, wobei das Spiel auch danach noch weitergeht und somit die Möglichkeit zum weiteren Punktesammeln gibt.

So süchtig machend das Spielprinzip aber ist, muss man auch wissen, dass die Grundidee geklaut ist. "2048" basiert nämlich auf dem Spiel "1024" von Jason Saxon, und dieses wiederum entstand nach dem Spiel "Threes", das ursprünglich im Januar 2014 erschien und das zwar nicht mit 2er-Potenzen sondern mit durch 3 teilbaren Zahlen arbeitet, ansonsten aber ein auffallend ähnliches Spielprinzip bietet. "2048" ist also ein Klon eines Klon, aber Gabriele Cirulli ist immerhin so fair, auf seiner Seite auf die beiden Vorgänger hinzuweisen. Laut seiner eigenen Aussage wusste Cirulli übrigens nicht vom ursprünglichen "Threes", sondern kopierte nur "1024". Aber wie auch immer, die Entwickler von "Threes" sehen es gelassen. Dazu haben sie auch guten Grund, denn trotz des Erfolgs von "2048" verkauft sich auch ihr Spiel immer noch mehr als gut.

Ob nun also im Browser, auf dem Handy oder auf dem Nintendo 3DS - "2048" macht süchtig! Also zockt ruhig mal rein, aber passt bitte auf, dass ihr dabei nicht die Zeit vergesst! Die Browser-Fassung findet ihr übrigens unter http://gabrielecirulli.github.io/2048/


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