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Adventskalender

Von 2005 bis 2013 habe ich auf dieser Seite jedes Jahr einen virtuellen Adventskalender angeboten. Auch, wenn die einzelnen Weihnachtskalender nicht mehr online stehen, gibt es hier weiterhin eine Auswahl der schönsten Überraschungen zu sehen.


Das kleine Adventslexikon

Ihr denkt, ihr kennt euch mit Adventskalendern und Adventskränzen aus?

Denke ich auch - aber trotzdem sind hier vielleicht doch noch ein paar Fakten dabei, die ihr noch nicht wusstet.


Adventskalender

Adventskalender gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Ihr Sinn und Zweck ist es, die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen. Schon in Thomas Manns Roman Buddenbrooks wird erzählt, dass der kleine Hanno mit Hilfe eines Abreisskalenders verfolgt, wie das Fest immer näher rückt.
Die meisten Adventskalender sind heute mit Schokolade gefüllt, es gibt sie aber in unzähligen Formen und Varianten. Teilweise werden ganze Häuser zu Adventskalendern umfunktioniert, indem jeden Tag ein weiteres Fensterbild von innen beleuchtet wird.
Ein Adventskalender muss übrigens nicht zwangsläufig am 1. Dezember beginnen. Vor allem religiöse Adventskalender fangen oft am 1. Advent an, und das kann auch schon mal Ende November sein.


Ein Adventskalender am Wiener Rathaus.



Adventskranz

Genau wie ein Adventskalender soll auch ein Adventskranz die Menschen während der Wartezeit auf Weihnachten begleiten. Ein Adventskranz besteht oft aus Tannenzweigen sowie aus vier Kerzen. An jedem Adventssonntag soll nun eine Kerze mehr als am voran gegangenen Wochenende angezündet werdet. Durch die zunehmende Leuchtkraft wird die nahende Geburt Christi symbolisiert, den man auch das "Licht der Welt" nennt.
Einen der ersten Adventskränze baute der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839. Dazu steckte er in ein altes Wagenrad mehrere kleine und - für die Sonntage - vier grosse Kerzen, von denen er jeden Tag eine anzündete.
An manchen Adventskränzen hat eine Kerze eine hellere Farbe als die anderen. Diese muss am 3. Advent angezündet werden. Die Adventssonntage haben in der Kirche nämlich verschiedene Namen. Der 3. Advent heisst "Gaudete", was Latein ist und so viel wie "Freude" bedeutet - die hellere Farbe der Kerze soll eben diese Freude ausdrücken.


Ein leuchtender Adventskranz.



Weihnachtsbaum

Wann und wie die Weihnachtsbaum-Tradition entstand, lässt sich heute nicht mehr 100 % nachvollziehen. Sicher ist aber, dass bereits zur Zeit der alten Römer im Winter Tannenzweige in den Häusern aufgehängt wurden. Dadurch wollte man einerseits bösen Geistern das Eindringen erschweren und andererseits den Menschen die Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühling geben.
Der erste nachweisliche Christbaum im heutigen Sinne stand 1539 im Strassburger Münster. Seit dem 19. Jahrhundert begann die Tradition, sich von Deutschland aus in die ganze Welt zu verbreiten. Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen ist heute die Nordmanntanne, aber auch andere Nadelbäume sind weit verbreitet. Pro Jahr werden in Deutschland 28 Millionen Christbäume verkauft, die im Durchschnitt 22 Euro kosten.
Die ersten Weihnachtsbäume wurden mit Äpfeln, Nüssen und Gebäck behängt. Die gläsernen Christbaumkugeln entstanden 1847: Sie wurden von einem armen Glasbläser aus Lauscha (Thüringen) hergestellt, der sich Äpfel und Nüsse nicht leisten konnte. Neben Glaskugeln gibt es auch diversen anderen Christbaumschmuck, etwa Kerzen und Lametta - letzteres stammt aus Nürnberg und soll Eiszapfen symbolisieren. Als Christbaumspitze verwendet man gern einen Stern - er steht für den Stern von Bethlehem. Und aus den USA kommt der eher seltsam anmutende Brauch der Weihnachtsgurke ("Christmas Pickle"). Sie wird im Baum versteckt, und das Kind, das sie zuerst entdeckt, darf als erstes seine Geschenke auspacken.
Ebenfalls in den USA steht der grösste Weihnachtsbaum der Welt: Im Sequoia National Park wächst ein 82 Meter hoher Mammutbaum, der 1926 von Präsident Calvin Coolidge zum "National Christmas Tree" erklärt wurde.


Ein geschmückter Weihnachtsbaum.



Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann ist die Person, die im Glauben vieler kleiner Kinder anstelle der Eltern die Weihnachtsgeschenke bringt. Am weitesten verbreitet ist die Darstellung eines rundlichen älteren Herrn mit rotem Mantel und weissem Vollbart: So war der Weihnachtsmann bereits im 19. Jahrhundert auf Postkarten zu sehen, besonders geprägt wurde dieses Erscheinungsbild aber vor allem ab 1931 durch eine Werbekampagne von Coca Cola. Nicht verwechseln sollte man den Weihnachtsmann mit dem Nikolaus, obwohl sich beide von der Darstellung her oft ähneln. Dies unterstreicht auch die Bezeichnung des Weihnachtsmanns in den USA: Dort nennt man ihn "Santa Claus", also "Sankt Nikolaus".
Man sagt, der Weihnachtsmann käme in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Er fliegt mit einem Schlitten über das Land, der von acht fliegenden Rentieren gezogen wird: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen. Diese Darstellung inklusive den Namen der Rentiere stammt aus dem 1823 anonym veröffentlichten Gedicht The Night before Christmas. Santa Claus landet auf dem Dach und steigt durch den Schornstein in die Häuser ein. Dort baut er den Weihnachtsbaum auf und füllt die Strümpfe, die am Kamin aufgehängt wurden, mit kleinen Geschenken. Grössere Präsente legt er unter den Baum. Manche Familien stellen dem Weihnachtsmann ein paar Lebkuchen und ein Glas Milch hin, damit er wieder zu Kräften kommt, denn eine ganze Weltreise innerhalb von nur einer einzigen Nacht muss ja doch ganz schön anstrengend sein.
Obwohl sich der Weihnachtsmann-Brauch weltweit verbreitet hat, war er nicht immer für das Verteilen der Geschenke zuständig, und in manchen Ländern ist er es bis heute nicht. Zu der Zeit, als ich selbst Kind war, sprach man noch vom Christkind, das an Heiligabend tagüber das Weihnachtszimmer vorbereitet, welches deswegen auch den ganzen Tag verschlossen ist. Am Abend wird das Zimmer feierlich geöffnet und die Bescherung findet statt. Sollte ich jedoch schon vorher einen unerlaubten Blick riskieren, so erzählte man mir, würde das Christkind verschwinden und Weihnachten würde ausfallen.


Kanadische Darstellung des Weihnachtsmanns aus dem Jahr 1875.


Letzte Änderung: 23.09.2017 • ImpressumDatenschutzNach oben