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Level-5

Zu Halloween 2015, etwa ein halbes Jahr vor dem Deutschland-Start von Yo-Kai Watch, stellten wir den Hörern auf Kibo.FM nicht nur das kommende Geistersammel-RPG, sondern auch das dahinter stehende Entwicklerstudio Level-5 sowie dessen andere Erfolgstitel wie Professor Layton oder Fantasy Life vor. Alle Infos aus diesem Special könnt ihr hier noch einmal nachlesen, zusätzlich findet ihr hier Videogame-Rätsel im Layton-Stil zum Selberlösen.

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Level-5 - Eine Einführung

In dem folgenden Special widmen wir uns dem Spiele-Entwickler Level-5. Das Studio wurde im Oktober 1998 gegründet, und zwar von Akihiro Hino, der die Firma noch heute als Präsident leitet. Dieser war zuvor bei Riverhillsoft angestellt, verließ die Firma aber kurz nach Fertigstellung des Action-Adventures OverBlood 2. Aufgrund seiner Mitarbeit an diesem Spiel kannte sich Hino gut mit 3D-Spielen aus, so dass das erste Spiel von Level-5 schließlich Dark Cloud wurde, ein Action-RPG für die Playstation 2, das in Japan am 14. Dezember 2000 erschien, bei uns im September 2001.

Dark Cloud - Screenshot 1 Dark Cloud - Screenshot 2
Dark Cloud für die Playstation 2, das Erstlingswerk von Level-5, erschien im September 2001: Akihiro Hinos Erfahrungen mit 3D-Spielen taten dem Game sichtlich gut

Obwohl Level-5 bereits früh an einer namhaften Reihe mitarbeiten durften (sie entwickelten Dragon Quest VIII: Die Reise des verwunschenen Königs, welches 2006 für die Playstation 2 erschien und 2015 für den Nintendo 3DS neu aufgelegt wurde), wurde die Firma erst mit Professor Layton weltweit bekannt. Die beliebte Rätselspiel-Reihe erschien in sechs Hauptteilen von 2006 bis 2013 für den Nintendo DS und Nintendo 3DS, zusätzlich gibt es ein Crossover mit Phoenix Wright und mehrere Handy-Ableger. Aber darüber berichten wir später in einem eigenständigen Text ausführlicher.

Ein großes Problem der Level-5-Spiele ist, dass sie teilweise zwei bis drei Jahre brauchen, um aus Japan heraus zu kommen - und manche erscheinen bei uns überhaupt nicht mehr! Diesem Problem will Level-5 in Zukunft entgegen steuern, weswegen gerade erst im September 2015 die Tochterfirma "Level-5 abby Inc." gegründet wurde. Diese ist in Kalifornien ansässig und soll sich um den weltweiten Vertrieb der Level-5-Titel kümmern, wobei das kommende Geister-Abenteuer Yo-Kai Watch den Anfang machen soll. Der Europa-Release ist für das frühe Jahr 2016 angedacht, nachdem das Spiel in Japan bereits im Juli 2013 erschien - also Zeit wird's!

Inazuma Eleven - Screenshot 1 Inazuma Eleven - Screenshot 2
Inazuma Eleven war die zweite Erfolgsreihe von Level-5: Obwohl Deutschland seine Fußballspiele liebt (FIFA führt alljährlich die Jahrescharts an), fristet dieses Fußball-RPG bei uns ein Nischendasein

Für Inazuma Eleven, die chronologisch zweite große Reihe von Level-5, kommt diese Neuerung aber zu spät. Das ursprüngliche Spiel für den Nintendo DS erschien im August 2008 in Japan und erst im Januar 2011 bei uns - und ein paar spätere Serienableger für Wii und Nintendo 3DS blieben uns gänzlich vorenthalten. Aber immerhin der Anime zu Inazuma Eleven schaffte es anlässlich der Fußball-EM 2012 nach Deutschland. Er wurde zwar bei RTL II nach 26 Folgen abgebrochen, kann aber jetzt zumindest im Nintendo Anime Channel auf dem Nintendo 3DS angesehen werden. Inazuma Eleven ist übrigens ein Fußball-RPG: In der Rolle des Möchtegern-Teamchefs Mark Evans (im japanischen Original: Endo Mamoru) versucht ihr, ein unschlagbares Team für die Schulmannschaft zusammen zu stellen - und das, was in einem normalen RPG die Boss Battles wären, sind hier die Fußballspiele.

Es folgten weitere Rollenspiele, etwa Ende 2008 White Knight Chronicles für die Playstation 3 oder Ende 2010 Ni no Kuni für den Nintendo DS. Hierzu wurden die Anime-Zwischensequenzen von niemand geringerem als dem Studio Ghibli produziert, aber leider zählt Ni no Kuni zu den Level-5-Games, die ihren Weg aus Japan heraus nicht gefunden haben - zumindest nicht die ursprüngliche DS-Fassung, lediglich die PS3-Zocker durften sich später über eine Umsetzung freuen. Ebenfalls Japan-exklusiv blieb Time Travelers, ein Zeitreise-Abenteuer, das als "videogame without a genre" gilt - wenn man es trotzdem unbedingt in eine Schublade stecken möchte, dann noch am ehesten in die der Adventures. Das Spiel erschien im Juli 2012 für den Nintendo 3DS und dreht sich um das Geheimnis des Space Elevators, der im Jahr 2031 in der Bucht von Tokyo aufgetaucht ist.

Ni no Kuni - Screenshot
Die Anime-Zwischensequenzen für Ni no Kuni fertigte das Studio Ghibli (Mein Nachbar Totoro, Chihiros Reise ins Zauberland) an, leider blieb die DS-Version in Deutschland unveröffentlicht

Ende 2012 erschien schließlich Fantasy Life, eine neuartige Mischung aus Rollenspiel und Lebenssimulation. Wenigstens dieses Spiel schaffte es wieder bis zu uns, wenn auch mit einer Verspätung von beinahe zwei Jahren im September 2014. Aber auch über dieses Spiel reden wir später noch einmal ausführlicher.

Der neueste Wurf von Level-5 ist schließlich, wie gesagt, Yo-Kai Watch. Das Spiel wirkt auf den ersten Blick wie ein Pokémon-Abklatsch: Eure Spielfigur, der junge Keita Amano (in der Lokalisierung wird er Nate Adams heißen), findet im Wald beim Käfersammeln einen Kapselautomaten. Als er neugierig eine Münze hinein steckt, springt ihm der ewig grinsende weiße Geist Whisper entgegen. Er rüstet Keita mit der titelgebenden Yo-Kai Watch aus, eine Armbanduhr, die Geister sichtbar macht. Von nun an ist es eure Aufgabe, die zahlreichen Geister in der Stadt aufzuspüren, sie im Kampf zu besiegen und sie im Idealfall anschließend in euer Team aufzunehmen. In Japan erschien der erste Serienteil am 11. Juli 2013, die Amis durften kürzlich, am 6. November 2015, endlich loslegen. Wir sind im Frühling 2016 an der Reihe, ein genaues Datum haben wir aber noch nicht.

The Snack World - Screenshot 1 The Snack World - Screenshot 2
Der kommende Level-5-Titel The Snack World für den Nintendo 3DS erinnert optisch ein wenig an Fantasy Life und soll auch NFC-Figuren unterstützen (Screenshots aus dem offiziellen Trailer)

Und wie wird es mit Level-5 weitergehen? Professor Layton ist vorerst offiziell beendet - zwar war bis vor einigen Monaten noch ein Layton 7 als Handyspiel im Gespräch, das im Sommer 2015 hätte erscheinen sollen, inzwischen aber gecancelt wurde. Neben Fantasy Life 2, das 2016 für Handys erscheinen soll, liegt der Schwerpunkt im Moment voll und ganz auf neuen Yo-Kai Watch-Teilen, außerdem befindet sich The Snack World für den Nintendo 3DS in Entwicklung. Rein optisch scheint das Spiel mit Fantasy Life verwandt zu sein. Details zu Gameplay, Inhalt und Erscheinungstermin gibt es zwar noch nicht, es wurde aber bereits bekannt gegeben, dass das Spiel NFC-Figuren unterstützen wird - wieder ein Entwickler, der nach Skylanders, Disney Infinity und kürzlich Lego Dimensions auf den Zug aufspringt! Da uns aber Lego Dimensions im Oktober 2015 absolut positiv überrascht hat, können wir auch ruhig auf The Snack World gespannt sein.

Level-5 ist übrigens anässig im japanischen Fukuoka (das liegt im äußersten Südwesten des Landes) und beschäftigt rund 280 Mitarbeiter. Der Firmenname Level-5 ist inspiriert von japanischen Schulzeugnissen: Dort ist Level-5 die höchstmögliche Bewertung - auf Deutschland übertragen würde die Firma also womöglich "Note 1" heißen.


Professor Layton

Professor Layton war die Reihe, mit der Level-5 über die Grenzen Japans hinaus bekannt wurde. Die Serie besteht aus sechs Hauptteilen, die von 2007 bis 2013 herauskamen, in der Regel einer pro Jahr. Die ersten vier Spiele erschienen dabei für den Nintendo DS, die letzten beiden für den Nintendo 3DS. Die Gesamtstory setzt sich aus zwei Trilogien zusammen, deren Bindeglied der Animefilm Professor Layton und die ewige Diva ist. Dabei ist zu beachten, dass die zweite Trilogie (bestehend aus den Teilen 4 bis 6) zeitlich vor der ersten spielt. Prinzipiell kann man aber jedes Spiel problemlos für sich stehend spielen, ohne die anderen kennen zu müssen.

Professor Layton ist inspiriert durch Akira Tagos Rätselbuchreihe Atama no Taisou, von der Layton-Erfinder Akihiro Hino in seiner Kindheit ein großer Fan war. Level-5 setzte die Rätsel aus diesen Büchern in zwei Spielereihen um: Die eine war Atamania und blieb Japan-exklusiv, die andere war eben Professor Layton - Atamania ist also quasi einfach Professor Layton ohne Rahmenhandlung.

Professor Layton - Screenshot 1 Professor Layton - Screenshot 2
Zwei beispielhafte Rätsel aus der Professor Layton-Reihe: Links müsst ihr den Professor durch ein Labyrinth steuern - tritt er aber auf eine Bananenschale, schliddert er ungebremst bis zur nächsten Wand. Rechts sollt ihr einen Apfel in den kleinen, zwei in den mittleren und drei in großen Korb legen - aber ist dazu nicht ein Apfel zu wenig vorhanden?

Dabei ist die Rahmenhandlung das, was die Layton-Spiele ein Stück weit ausmacht. Jedes der Spiele erzählt nämlich eine spannende Mystery-Story, die den Professor und seinen Lehrling Luke mit einem großen Geheimnis konfrontiert, das im Lauf der Ermittlungen immer weitere Fragen aufwirft, bis es am Ende zur spektakulären Auflösung kommt. Das Setting der Reihe besagt, dass Professor Hershel Layton als Professor für Archäologie an der Londoner Gressenheller-Universität unterrichtet - die es allerdings nicht wirklich gibt! Wenn er nicht gerade Vorlesungen hält oder irgendwo auf der Welt ein kniffliges Rätsel löst, dann genießt er eine Tasse Tee oder spielt ein Stück auf dem Klavier. So ruhig, wie es scheint, ist der Professor aber nicht immer, denn auch die Fechtkunst beherrscht er richtig gut. Professor Laytons selbst ernannter Lehrling ist Luke Triton, der Sohn von Professor Laytons altem Schulfreund Clark, der heute in dem nebeligen Dorf Misthallery lebt. Wie Layton und Luke sich kennen gelernt haben, erzählt das vierte Spiel Professor Layton und der Ruf des Phantoms, wohingegen das vorangegangene Spiel Professor Layton und die verlorene Zukunft mit einer herzzerreißenden Abschiedsszene endet. Luke ist äußerst tierlieb und beherrscht sogar erstaunlicherweise die Sprache der Tiere, was ihr euch im Verlauf der Spiele tatsächlich auch mal zunutze machen müsst.

Professor Layton - Screenshot 4 Professor Layton - Screenshot 3
Freund der Tiere: Der kleine Luke Triton ist der selbst ernannte Assistent des Professors Minispiel im Handgepäck: Hier soll das Laytonmobil alle Geldsäcke einsammeln, doch die richtungsweisenden Pfeile sind begrenzt

Das Gameplay der Layton-Spiele ist so einfach wie genial: Die Spielwelt setzt sich aus mehreren schön gezeichneten Bildern zusammen, die ihr systematisch abklicken müsst, um Hinweismünzen, kleine Secrets oder auch die Rätsel zu finden. Rund 150 von ihnen enthält jedes Layton-Spiel in der Hauptstory, wobei aber nur etwa die Hälfte Story-relevant ist, der Rest ist eine freiwillige Zugabe für 100 %-Zocker, die einfach nicht genug vom Rätsellösen kriegen. Wenn euch ein Rätsel zu knifflig ist, dann könnt ihr die bereits erwähnten Hinweismünzen einsetzen, um einen vagen Tipp freizuschalten, der aber nicht die vollständige Lösung verrät, sondern euch nur leicht in Richtung der Anwort stößt. Abseits der normalen Rätsel hat der Professor außerdem immer drei Minispiele in seinem Koffer dabei, die großteils ebenfalls euer Gehirn fordern. So müsst ihr beispielsweise Gleise so verlegen, dass ein Zug alle Bahnhöfe abklappert, ohne an einer Weiche in sich selbst rein zu scheppern. Oder ihr müsst Waren in einem Regal so anordnen, dass ein Kunde das komplette Regal leerkauft. Der Einfallsreichtum der Entwickler war hier sehr groß, und wenn ihr im Spielverlauf fleißig mit diversen NPCs redet und alles, was in der Spielwelt halbwegs interessant aussieht, untersucht, dann schaltet ihr nach und nach immer weitere Level für die Minispiele frei.

Die Story wird durch schön gezeichnete Anime-Zwischensequenzen voran getrieben, die das Studio P.A. Works beigesteuert hat - zumindest in den Spielen 1 bis 4, danach wurden die Animes durch Pseudo-3D-Animationen ersetzt. Abseits der Layton-Zwischensequenzen hat P.A. Works unter anderem auch die Animeserien Angel Beats und Tari Tari produziert - und natürlich auch den Kinofilm Professor Layton und die ewige Diva in Zusammenarbeit mit OLM.

Professor Layton - Screenshot 5
Rätselstunde auf der Leinwand: Der Kinofilm Professor Layton und die ewige Diva bildet das Bindeglied zwischen den beiden Game-Trilogien und lief bei uns am 14. November 2010 (einen Tag lang) im Kino

Als das erste Spiel Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf am 7. November 2008, 1 ½ Jahre nach dem Japan-Release, nach Deutschland kam, war man sich bei Nintendo aber scheinbar noch nicht so ganz sicher, ob das Konzept bei den hiesigen Fans ankommen würde. Daher verzichtete man vorsichtshalber auf eine deutsche Synchronisation und übersetzte nur die Texte. Erst ab dem zweiten Spiel Professor Layton und die Schatulle der Pandora erklingen die Stimmen von Layton, Luke und Co. auch auf Deutsch: Professor Layton selbst wird von Mario Hassert gesprochen, sein kleiner Gehilfe Luke von Sophia Längert.

Abseits der Hauptreihe, die sich aus den sechs Spielen und dem Anime-Kinofilm zusammensetzt, gibt es außerdem ein Crossover mit Capcoms Anwaltsserie Phoenix Wright. Das Spiel heißt sinnigerweise Professor Layton VS. Phoenix Wright und erschien für den Nintendo 3DS - in Japan am 29. November 2012, bei uns am 28. März 2014. Das Spiel wurde weitgehend von Level-5 entwickelt und fühlt sich daher wie ein richtiges Professor Layton-Spiel an - der einzige Unterschied sind die Gerichtsverhandlungen im Phoenix Wright-Stil, die mehrmals in die Handlung eingestreut werden. Und als sich dann plötzlich Professor Layton persönlich vor Gericht sieht, fängt die Story an, so richtig spannend zu werden - obwohl sie das ja schon war, als sich Layton und Luke auf einmal in der Stadt Labyrinthia wiederfinden, die sich offenbar noch im Mittelalter befindet.

Professor Layton - Screenshot 6 Professor Layton - Screenshot 7
Historisches Zusammentreffen: In einem Crossover begegnet Professor Layton Capcoms Staranwalt Phoenix Wright Smartphone-Ableger: In Layton Bros. Mystery Room ermittelt Alfendi Layton (rechts), der Sohn des Professors

Eine Fortsetzung der Layton-Reihe steht derzeit in den Sternen. Zwar war ein Handyspiel namens Layton 7 für Sommer 2015 angekündigt, wurde aber inzwischen gecancelt. Trotzdem gibt es für Handys noch ein Spin-Off, nämlich Layton Bros. Mystery Room. Die Hauptrolle spielt hierbei Professor Laytons Sohn Alfendi Layton, wobei nicht geklärt wird, wo dieser herkommt und wer seine Mutter ist. Er ist 29 Jahre alt, arbeitet als Inspektor bei der Londoner Polizeistation Scotland Yard - und eure Aufgabe im Spiel ist es nicht, Rätsel zu lösen, sondern Verdächtige zu verhören und schließlich zu überführen. Dabei dürft ihr die ersten drei von insgesamt zehn im Spiel enthaltenen Fällen kostenlos spielen, für mehr wollen die Entwickler dann Geld sehen.

Bleibt also abzuwarten, wie und ob überhaupt es mit Professor Layton weitergehen wird. Wünschenswert wäre eine Fortsetzung allemal, denn wie soll "jedes Rätsel (...) eine Antwort" haben, wenn es in Zukunft keine Rätsel mehr gibt?


Layton Mysteries

Layton Mysteries
Bildnachweis: London: "Panorama London 2012" von FiatLux, Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0, Originalbild

Jeden vierten Freitag im Monat präsentieren wir euch auf Kibo.FM die Quizshow Layton Mysteries, in der es darum geht, Layton-typische Rätsel zu lösen. Eine kleine Auswahl der Knobelaufgaben aus der Sendung möchte ich euch im Folgenden vorstellen. Beachtet, dass alle Rätsel von der Formulierung her in Videogame-Thematik verpackt sind, dass aber im Grunde kaum Videogame-Kenntnisse erforderlich sind, um die Rätsel zu lösen. Übrigens wird dieser Abschnitt in unregelmäßigen Abständen erweitert (auch ohne eigene Meldung auf der Startseite), daher kann es sich lohnen, öfter hier vorbei zu schauen.

Rätsel 001

(aus der Sendung vom 03.11.2012)

Mario beginnt, zu überlegen. Er war in letzter Zeit zwar recht oft, aber doch ganz schön unregelmäßig bei Peach eingeladen. Im Juli war er insgesamt vier Mal bei Peach, und zwei Mal gab es Pfirsichkuchen. Im August war Mario sechs Mal eingeladen, dabei gab es immerhin drei Mal Pfirsichkuchen. Im September durfte der Klempner sich sogar über neun Einladungen freuen, wobei aber auch nur drei Mal Pfirsichkuchen aufgetragen wurde. Im Oktober waren es nur noch sieben Einladungen, davon aber immerhin auch drei Mal mit leckerem Pfirsichkuchen. Wenn diese Logik beibehalten wird, wie oft wird sich Mario dann im November über eine Einladung freuen dürfen, und wie oft wird es dabei Pfirsichkuchen geben?

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Rätsel 002

(aus der Sendung vom 03.11.2012)

Rätselfreund Pyro, seines Zeichens Arenaleiter der Zinnoberinsel, sucht einen Nachfolger für seine Arena. Nach langen und harten Vorrunden stehen nun zwei Bewerber im Finale. "Ihr beiden habt mich von allen Kandidaten am meisten überzeugt", erklärt Pyro, "dass ihr gut kämpfen könnt, habt ihr schon bewiesen. Nun möchte ich als letzte Entscheidung ein Pokémon-Wettfliegen sehen. Jeder von euch besitzt ja ein Glurak. Fliegt von hier bis zum Mondberg!" Die zwei Trainer zücken siegessicher ihre Pokébälle. "Ein Wettflug zum Mondberg also", sagt einer von ihnen, "und wer zuerst dort ist, wird der neue Arenaleiter?" Pyro grinst. "Oh nein, so einfach mache ich es nicht", sagt er, "es gewinnt nämlich derjenige, dessen Glurak als letztes den Mondberg erreicht!" Die beiden Trainer schauen sich verwirrt an, aber da sie keine andere Wahl haben, fliegen sie los. Freilich will keiner zuerst ankommen, daher werden sie immer langsamer, und kurz vor Marmoria City landen sie schließlich, steigen ab und weigern sich, weiter zu fliegen - verständlich, da keiner den Sieg seinem Rivalen überlassen will. Zufällig kommt Rocko vorbei und fragt die beiden, was los sei. Die zwei schildern ihr Problem, da gibt Rocko ihnen einen Tipp. Die zwei Trainer beginnen, zu strahlen, springen auf die Gluraks und düsen in einem Mordstempo los in Richtung Mondberg. Was für einen Tipp hat Rocko ihnen gegeben?

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Mehr Rätsel anzeigen

Fantasy Life

Die Spiele von Level-5 haben die Angewohnheit, ein bisschen länger zu brauchen, bis sie im Westen ankommen. So war es bereits bei Professor Layton und bei Inazuma Eleven, und so ist es auch Fantasy Life ergangen: In Japan wurde das Spiel bereits am 27. Dezember 2012 veröffentlich, der Europa-Release hingegen folgte erst am 26. September 2014. Aber besser spät als nie!

Fantasy Life ist eine neuartige Mischung aus Lebenssimulation und Rollenspiel, wobei der Lebenssimulation-Anteil ein wenig überwiegt. Wer keine Vorstellung von Fantasy Life hat, der stellt sich am besten ein Animal Crossing mit der Spielmechanik eines The Legend of Zelda vor, dann habt ihr ein recht genaues Bild von dem Spiel.

Fantasy Life - Screenshot 1
Ein phantastisches Leben: Hier seht ihr meinen Magier-Gott "Chiko", jetzt muss ich nur noch die anderen elf Leben ebenfalls auf den höchsten Rang bringen

Zu Beginn von Fantasy Life gilt es, wie bei vielen Rollenspielen üblich, den eigenen Charakter zu erstellen. Das schließt nicht nur das Aussehen ein, sondern auch die erste Berufswahl. Insgesamt existieren nämlich zwölf Jobs (im Spiel als "Leben" bezeichnet), die ihr erlernen und ausüben könnt. Die Berufe teilen sich grob in drei Kategorien: Bei den Sammelberufen seid ihr in der Spielwelt unterwegs, um dies, das und jenes zusammen zu tragen - als Holzfäller etwa Baumstämme, als Schürfer das abgebaute Erz. Übt ihr einen Produktionsberuf aus, verbringt ihr mehr Zeit im heimischen Städtchen und stellt an der Werkbank Waffen, Werkzeuge, Möbel, Kleidung oder auch Nahrung her - die Produktion verläuft in Form von kleinen Minispielen, die nebenbei auch zur Rekordjagd einladen. Das dritte schließlich sind die Kämpferberufe. Sie repräsentieren das, was man am ehesten unter einem Rollenspiel versteht: Ob als Paladin, Söldner oder Magier - mit Schwert oder Zauberstab bewaffnet streift ihr durch die Lande, stellt euch Monstern gegenüber und erkundet auch noch den dunkelsten Dungeon. Wichtig ist dabei zu wissen, dass ihr euren Beruf fast jederzeit ändern könnt, dabei aber die bereits erlernten Fähigkeiten beibehaltet. So kann ein Holzfäller, der in einem früheren Leben ein Magier war, durchaus den Zauberstab schwingen, wenn er beim Bäume fällen plötzlich von einem Waldgeist überrascht wird. Einige Berufe sind auch durchaus dazu gedacht, ineinander zu greifen. Als Schmied könnt ihr etwa hervorragend das Erz verarbeiten, das ihr zuvor als Schürfer abgebaut habt - und mit den frisch geschmiedeten Waffen zieht ihr dann als Paladin in den Kampf gegen den nächsten Drachen.

Fantasy Life - Screenshot 2 Fantasy Life - Screenshot 3
Leben am heimischen Herd: Als Koch schnippeln wir Gemüse und bereiten Köstlichkeiten zu Leben im finsteren Forst: Als Magier schlagen wir uns des Nachts mit fiesen Phantomen herum

Was die Möglichkeiten der zwölf Berufe betrifft, ist Fantasy Life nahezu grenzenlos. Von der Story kann man das nicht unbedingt behaupten: Sie wird eher beiläufig erzählt, zeichnet sich nicht gerade durch Originalität aus und handelt im Grunde von einem geheimnisvollen Meteorit, dem so genannten Verdammnisstein, der die Monster aggressiver macht. Weltbewegend ist die Geschichte wirklich nicht, aber sie führt immerhin als roter Faden durch die Spielwelt - das gab es bei Animal Crossing nicht!

Wenn ihr euch nicht gerade an der Story entlang hangelt, dann könnt ihr frei durch die Spielwelt Reveria ziehen und verschiedene Aufträge ausführen - das wird häufig der Fall sein. Dabei teilen sich auch die Aufträge in drei Kategorien. Die Story-relevanten Quests erhaltet ihr von eurem Lehrmeister, für die Erfüllung gibt es Erfahrungspunkte, die euch im Spiel voran bringen. Wonne-Aufträge erhaltet ihr von Flatterling, einem kleinen Schmetterling, der sich früh im Spiel bei euch einnistet. Er verlangt von euch häufig, einen bestimmten Ort aufzusuchen, wofür es dann Wonne-Punkte gibt - habt ihr genug Wonne gesammelt, könnt ihr diese gegen ein lebensversüßendes Privileg eintauschen, etwa die Möglichkeit, ein Haustier zu halten, auf einem Pferd zu reiten oder in eurem Zimmer Musik zu hören. Als drittes gibt es schließlich die Aufträge der Bewohner, die von euch häufig verlangen, dies und jenes zu beschaffen, als Belohnung winken Geld und seltene Items.

Fantasy Life - Screenshot 4
Home Sweet Home: Mein kleines Häuschen in meiner Wahlheimat, der Wüstenstadt Al Maajik, ist komplett mit Swimming Pool und Plastikpalme

Wer sich ausschliesslich auf die Story konzentriert, der ist mit Fantasy Life nicht allzu lange beschäftigt, der hat aber auch den Sinn des Spiels nicht ganz verstanden. Es tut nicht weh, zwischendurch mal auf freie Erkundungstour zu gehen, ein paar Nebenaufträge zu erfüllen, sein Zimmer neu einzurichten oder bei Sonnenuntergang über die Grasebene zu galoppieren - das alles macht ein phantastisches Leben aus!

Entwickelt wurde Fantasy Life, wie gesagt, von Level-5, den kreativen Köpfen hinter Professor Layton, Inazuma Eleven, Yo-Kai Watch und Ni no Kuni. Co-Entwickler waren die Jungs von Brownie Brown, die schon einmal mit Level-5 zusammen arbeiteten: Für Professor Layton und der Ruf des Phantoms entwickelten sie das Bonus-Rollenspiel Layton's London Life, das leider in der westlichen Version entfernt wurde. Ebenfalls Rollenspiel-Erfahrung sammelten sie mit Mother 3 für den Gameboy Advance, inzwischen haben sie sich aber zu 1-UP Studio umbenannt und arbeiteten unter diesem Namen an Super Mario 3D World und Captain Toad mit.

Fantasy Life - Screenshot 5
Auf zu neuen Abenteuern: Wer den Origin Island-DLC kauft, darf nach Abschluss der Hauptstory auch noch die Ursprungsinsel erkunden

In Japan erschien Fantasy Life, wie bereits erwähnt, Ende Dezember 2012. Ein gutes halbes Jahr später, am 25. Juli 2013, folgte ein Re-Release unter dem Titel Fantasy Life Link!, der einen Online-Modus, eine Screenshot-Funktion und eine Handvoll neuer Quest hinzufügte. Unsere westliche Veröffentlichung entspricht von Anfang an beinahe dem japanischen Fantasy Life Link!, mit einer Ausnahme: Der Origin Island-DLC muss noch separat nachgekauft werden. Dieser kann aber ohnehin erst gespielt werden, wenn euer Charakter den höchsten Level erreicht hat - somit richtet sich der DLC also an Spieler, die bereits alles gesehen haben und immer noch mehr wollen, und die geben dann auch gern ein bisschen Geld für den zusätzlichen Spielspaß aus, so Nintendos Rechnung.

Doch auch im Hauptspiel lässt sich ein beschauliches Phantasie-Leben leben. Von einigen Anime-Zwischensequenzen abgesehen, ist die Grafik zwar nicht überragend, aber doch ansehnlich. Die Musik hingegen lässt sich durchaus hören, stammt sie doch von Nobuo Uematsu, den man vor allem für seine Melodien zu Final Fantasy kennt. In Fantasy Life kann man wirklich die Zeit vergessen, und das gleich zwölf Mal!


Yo-Kai Watch

Hinweis: Dieses Preview ist veraltet! Ein aktuelleres Review findet ihr jetzt auf einer eigenständigen Unterseite.

Yo-Kai Watch ist ein sehr geistreicher Anime - und das ist wörtlich zu nehmen, denn es wimmelt in der Serie von Geistern aller Art! Trotzdem ist die Serie weniger gruselig als lustig, immerhin richtet sie sich auch eher an Kinder. Aber beginnen wir am Anfang!

Ursprünglich war Yo-Kai Watch nämlich ein Nintendo 3DS-Spiel. Produziert wurde es von niemand geringerem als Level-5. Das Spiel erschien in Japan am 11. Juli 2013 und wird von westlichen Medien oft als eine Pokémon-Kopie bezeichnet - was sicherlich nicht sooo falsch ist, wenn man einen groben Blick auf das Spielprinzip wirft: Ihr zieht durch Stadt und Umgebung, begegnet herum streifenden Geistern und bekämpft sie mit den Geistern, die bereits eure Freunde sind. Seid ihr siegreich, stehen die Chancen gut, dass sich der neue Geist ebenfalls eurer Truppe anschliesst - ein Spielprinzip, das geradezu dazu einlädt, auch nach dem Abspann weiter zu zocken und alle Geister aufzuspüren! Für Deutschland ist das Spiel für Anfang 2016 angekündigt, hat aber noch keinen festen Termin. In Japan dagegen ist am 10. Juli 2014 bereits Yo-Kai Watch 2 herausgekommen (wieder für den Nintendo 3DS und das meistverkaufte Videospiel 2014 in Japan), und 2016 folgt sogar schon der dritte Teil.

Yo-Kai Watch - Screenshot 1 Yo-Kai Watch - Screenshot 2
Auf Geisterjagd auf dem Nintendo 3DS: Yo-Kai Watch ist der nächste Erfolg von Level-5 Kampf den Geistern: Im typischen RPG-Stil vertreiben wir Dismarelda aus dem trauten Heim

Der dazugehörige Anime startete am 8. Januar 2014 auf TX Network und läuft bislang noch. Regie führt Shinji Ushiro, die Animationen fertigt das Studio OLM an - diese gaben 1995 mit Wedding Peach ihren Einstand und sind bei Fans von Videospiel-Verfilmungen auch für Pokémon Origins, Professor Layton und die ewige Diva oder Pac-Man und die Geister-Abenteuer bekannt. In die USA wurde der Yo-Kai Watch-Anime bereits lizenziert und startete am 5. Oktober 2015 auf dem amerikanischen Disney XD, so dass auch der Weg nach Europa kürzer geworden ist.

Die Hauptrolle spielt der 11-jährige Keita Amano, der in der japanischen Kleinstadt Sakura New Town lebt. Während eines Käfersammel-Wettbewerbs mit seinen Freunden stößt Keita unter einem Baum auf einen geheimnisvollen Kapselautomaten. Als er eine Münze einwirft, entspringt dem Automat der Geist Whisper, der besonders dämlich grinst und es sich ab sofort zur Aufgabe macht, Keita in die Welt der Geister einzuführen. Zu diesem Zweck schenkt er Keita die namensgebende Geisteruhr - sie wird wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen, zeigt aber nicht die Zeit an, sondern macht stattdessen Geister sichtbar. Von nun an liegt es an Keita und Whisper, die Geister aufzuspüren, die sich in der ganzen Stadt tummeln, ihre Probleme zu erkennen und zu lösen und sich im Idealfall am Ende mit dem Geist anzufreunden.

Yo-Kai Watch - Screenshot 3 Yo-Kai Watch - Screenshot 4
Geisterstunde am hellichten Tag: Beim Käfersammeln begegnet Keita dem ewig grinsenden Geist Whisper Publikumsliebling: Der Katzengeist Jibanyan maunzte sich schnell ins Herz der japanischen Zuschauer

Dabei gibt es nur einen sehr dünnen roten Faden, im Prinzip kann man die Episoden in beliebiger Reihenfolge schauen. Jede Folge erzählt eine abgeschlossene Geschichte und führt einen neuen Geist ein, wobei einige Geister hinterher bei Keita bleiben. Ein besonderer japanischer Publikumsliebling wurde dabei der Katzengeist Jibanyan, der alle seine neun Leben lassen musste, als er immer wieder überfahren wurde. Bereits in der zweiten Folge freundet er sich nicht nur mit Keita und Whisper, sondern auch mit den japanischen Zuschauern an. Später wird übrigens bekannt, dass Jibanyan ein Fan der Katzenmusikgruppe NyaKB48 ist - eine erkennbare Anspielung auf die Idol-Band AKB48, die westliche Zuschauer für Sugar Rush aus Ralph reicht's kennen.

Dass es zusätzlich auch noch Mangas zu Yo-Kai Watch gibt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Gleich zwei Serien laufen in Japan - eine Version für Jungs in Coro Coro Comics, die bereits im Dezember 2012 als Preview startete, und eine Mädchen-Variante, die seit Dezember 2013 im Ciao-Magazin läuft. Bei dem Erfolg, den das Franchise derzeit in Japan erlebt, dürfen wir also wahrlich gespannt darauf sein, wenn Anfang 2016 endlich auch Europa "begeistert" wird.


Bildnachweis: Alle Screenshots in diesem Artikel sind selbst erstellt. Das Copyright liegt bei den Rechteinhabern der jeweiligen Filme, Serien und Spiele.
Dark Cloud, Fantasy Life, Inazuma Eleven, Ni no Kuni, Professor Layton, The Snack World, Yo-Kai Watch: © Level-5, Professor Layton und die ewige Diva: © P.A. Works, OLM Team Kamei, Professor Layton VS. Phoenix Wright: © Level-5, Capcom, Yo-Kai Watch (Anime): © OLM, Level-5


Letzte Änderung: 15.04.2017 • ImpressumDatenschutzNach oben